AstraZeneca und Daiichi Sankyo kooperieren bei neuem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat
AstraZeneca und Daiichi Sankyo haben eine weltweite Vereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung von DS-1062 geschlossen, einem neuen Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das auf das TROP2-Protein bei Krebs abzielt.

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat eine weltweite Entwicklungs- und Vermarktungsvereinbarung mit dem japanischen Unternehmen Daiichi Sankyo für DS-1062 unterzeichnet. Es handelt sich um ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das auf das TROP2-Protein abzielt und sich in der Entwicklung für die Behandlung verschiedener Tumorarten befindet.
DS-1062 ist zur Behandlung von Krebsarten konzipiert, bei denen das TROP2-Protein stark exprimiert wird. Dieses Protein ist häufig bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und Brustkrebs zu finden, beides strategische Schwerpunkte von AstraZeneca. Die Kooperation unterstreicht AstraZenecas Engagement im Bereich der Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Technologie.
AstraZeneca zahlt Daiichi Sankyo eine anfängliche Summe von 1 Milliarde US-Dollar in Raten. Zusätzliche bedingte Zahlungen von bis zu 4 Milliarden US-Dollar sind für erfolgreiche Zulassungen und Verkaufsmeilensteine vorgesehen. Die Unternehmen werden sich weltweit die Entwicklungs- und Vermarktungskosten sowie die Gewinne teilen, mit Ausnahme Japans, wo Daiichi Sankyo die exklusiven Rechte behält.
Daiichi Sankyo wird für die Herstellung von DS-1062 verantwortlich sein. Die Kooperationsvereinbarung trat am 27. Juli 2020 in Kraft und soll die Finanzprognosen von AstraZeneca für 2020 nicht beeinträchtigen.