AstraZeneca und Moderna Therapeutics vereinbaren Entwicklung neuer mRNA-Therapeutika
AstraZeneca und Moderna Therapeutics haben eine Vereinbarung zur Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung neuartiger mRNA-Therapeutika für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie Krebs getroffen.

AstraZeneca gab am 21. März 2013 eine exklusive Vereinbarung mit Moderna Therapeutics bekannt. Ziel ist die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung von Boten-RNA (mRNA)-Therapeutika zur Behandlung schwerer kardiovaskulärer, metabolischer und renaler Erkrankungen sowie Krebs.
Dieser neuartige Therapieansatz ermöglicht es dem Körper, therapeutische Proteine in vivo selbst zu produzieren. Dies könnte neue Behandlungsoptionen für Krankheiten eröffnen, die mit aktuellen Technologien nicht adressiert werden können. AstraZeneca leistet eine Vorauszahlung von 240 Millionen US-Dollar und erhält für bis zu fünf Jahre das exklusive Recht, Zielmoleküle in den Bereichen Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Krebserkrankungen auszuwählen.
Gemäß der Vereinbarung wird AstraZeneca die präklinische und klinische Entwicklung sowie die Kommerzialisierung leiten. Moderna ist für das Design und die Herstellung der mRNA für die ausgewählten Zielmoleküle verantwortlich. Moderna kann zudem bis zu 180 Millionen US-Dollar für das Erreichen technischer Meilensteine sowie Entwicklungs- und Vermarktungszahlungen und Lizenzgebühren erhalten.
Modernas proprietärer Ansatz verwendet mRNA mit natürlich vorkommenden Nukleotidanaloga. Diese sind darauf ausgelegt, die körpereigene Fähigkeit zur Produktion therapeutischer Proteine zu stimulieren, ohne eine angeborene Immunantwort auszulösen. Diese Methode soll die Zeit und Kosten für die Herstellung therapeutischer Proteine im Vergleich zu aktuellen rekombinanten Technologien drastisch reduzieren.
Die Wirksamkeit der Vereinbarung unterliegt dem Ablauf oder der Beendigung der Wartefrist gemäß dem Hart-Scott-Rodino Antitrust Improvements Act.