AstraZenecas Medikamente zeigen vielversprechende frühe Ergebnisse bei fortgeschrittenem Lungenkrebs
AstraZenecas und Daiichi Sankyos Datopotamab Deruxtecan und Enhertu zeigten vielversprechende frühe klinische Aktivität bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.

AstraZeneca und Daiichi Sankyo stellten im Januar 2021 neue Daten zur frühen klinischen Aktivität zweier Medikamentenkandidaten, Datopotamab Deruxtecan (Dato-DXd) und Enhertu, bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) vor. Die auf dem World Conference on Lung Cancer (WCLC) präsentierten Daten konzentrierten sich auf zwei Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs).
Aktualisierte Ergebnisse der TROPION-PanTumor01-Studie zeigten, dass Datopotamab Deruxtecan, ein TROP2-gerichtetes ADC, vielversprechende klinische Aktivität aufwies. Eine Interimsanalyse der DESTINY-Lung01-Studie in einer Kohorte mit HER2-überexprimierendem Tumorgewebe zeigte zudem vorläufige Anti-Tumor-Aktivität für Enhertu, ein HER2-gerichtetes ADC. NSCLC ist weltweit die häufigste Krebstodesursache, und die Prognose für Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung ist oft ungünstig. Derzeit sind keine TROP2- oder HER2-gerichteten Therapien für diese Krebsart zugelassen.
Datopotamab Deruxtecan zeigte eine objektive Ansprechrate (ORR) von 21 % bis 25 % bei 159 Patienten, die verschiedene Dosierungen des Medikaments erhielten. Eine Krankheitskontrollrate (DCR) von 67 % bis 80 % wurde ebenfalls beobachtet, mit einem medianen progressionsfreien Überleben (PFS) zwischen 4,3 und 8,2 Monaten, abhängig von der Dosis. Schwerwiegende oder schwerere behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse wurden berichtet, wobei die Dosen von 4 mg/kg und 6 mg/kg besser verträglich waren als die Dosis von 8 mg/kg. Die Mehrheit der Patienten hatte mindestens drei frühere Behandlungslinien erhalten.
Für Enhertu zeigten vorläufige Ergebnisse eine anfängliche Tumorschrumpfung bei Patienten mit zuvor diagnostiziertem metastasiertem NSCLC, die HER2-Protein exprimierten. Die Ergebnisse beider Studien bieten potenziellen Hoffnungsschimmer für Patienten mit begrenzten Behandlungsoptionen.