AstraZeneca stoppt Phase-III-Studie mit Truqap bei Prostatakrebs wegen mangelnder Wirksamkeit
AstraZeneca stellt die Phase-III-Studie CAPItello-280 mit Truqap (Capivasertib) bei metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs ein. Eine Zwischenanalyse deutet darauf hin, dass die Kombinationsbehandlung die primären Endpunkte wahrscheinlich nicht erreichen wird.

AstraZeneca hat die Einstellung der klinischen Phase-III-Studie CAPItello-280 bekannt gegeben. In der Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Truqap (Capivasertib) in Kombination mit Docetaxel und Androgendeprivationstherapie (ADT) bei Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) untersucht.
Die Entscheidung basiert auf der Empfehlung des unabhängigen Datenüberwachungskomitees (IDMC). Nach Überprüfung von Daten aus einer vordefinierten Zwischenanalyse schloss das Komitee, dass die Truqap-Kombination wahrscheinlich die beiden primären Endpunkte der Studie – das radiografisch progressionsfreie Überleben (rPFS) und das Gesamtüberleben (OS) – bei Abschluss der Studie nicht erreichen wird.
Das Sicherheitsprofil von Truqap in der Studie stimmte mit früheren Untersuchungen überein. Das Unternehmen wird mit den Prüfärzten zusammenarbeiten, um die notwendige Nachbeobachtung der Patienten sicherzustellen. Die gesammelten Daten werden zukünftige Forschungsarbeiten im Bereich mCRPC informieren. An der globalen Studie nahmen 1.033 erwachsene Patienten teil.
Metastasierter kastrationsresistenter Prostatakrebs stellt trotz Fortschritten in der Behandlung weiterhin eine große Herausforderung dar und birgt einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf. Die Einstellung der Studie unterstreicht die Schwierigkeiten bei der Entwicklung neuer Therapien, die das Überleben in diesem fortgeschrittenen Krankheitsstadium signifikant verlängern können.