AstraZeneca plant 50 Milliarden Dollar Investition in den USA für Medikamentenherstellung und F&E
Der Pharmakonzern AstraZeneca kündigte am Dienstag Investitionen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar in den Vereinigten Staaten bis 2030 an. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau eines neuen Werks zur Herstellung von Wirkstoffen in Virginia.

Das Pharmaunternehmen AstraZeneca hat am Dienstag angekündigt, bis 2030 50 Milliarden US-Dollar in den Vereinigten Staaten zu investieren. Diese Mittel sollen der Erweiterung der Produktion von Medikamenten sowie der Forschung und Entwicklung (F&E) dienen. Mit dieser strategischen Maßnahme will das Unternehmen seine Präsenz in seinem größten Markt stärken und sein Ziel erreichen, bis 2030 50 % seines Gesamtumsatzes in den USA zu erwirtschaften und einen Gesamtumsatz von 80 Milliarden Dollar zu erzielen.
Das Kernstück der geplanten Investitionen ist ein neues, mehrere Milliarden Dollar teures Werk zur Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen, das in Virginia entstehen soll. Dieses hochmoderne Zentrum wird sich auf die Produktion von Medikamenten für chronische Krankheiten, einschließlich Gewichtsmanagement und Stoffwechselerkrankungen, konzentrieren. Die Anlage stellt die bisher größte Einzelinvestition von AstraZeneca in eine Produktionsstätte dar.
Weitere Investitionen umfassen die Erweiterung von F&E-Einrichtungen in Gaithersburg, Maryland, und den Aufbau eines neuen F&E-Zentrums in Cambridge, Massachusetts. Das Unternehmen plant zudem, die Herstellung von Zelltherapien in Rockville, Maryland, und Tarzana, Kalifornien, zu modernisieren und die kontinuierliche Produktion in Mount Vernon, Indiana, sowie die Spezialfertigung in Coppell, Texas, auszubauen.
Der US-Handelsminister Howard Lutnick bezeichnete die Investition als einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der heimischen Pharmaproduktion und zur Verringerung der Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten. Der Gouverneur von Virginia, Glenn Youngkin, begrüßte die Ankündigung und hob die Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze sowie die Weiterentwicklung der pharmazeutischen Fertigungstechnologie im Bundesstaat hervor.
Die Vereinigten Staaten sind derzeit für 42 % des Gesamtumsatzes von AstraZeneca verantwortlich. Das Unternehmen beschäftigt bereits über 18.000 Mitarbeiter an 19 F&E-, Produktions- und Vertriebsstandorten im ganzen Land.