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Gesundheit

AstraZeneca vereinfacht Verträge für Nirsevimab mit Sobi und Sanofi

AstraZeneca, Sobi und Sanofi haben ihre US-Verträge für Nirsevimab vereinfacht. AstraZeneca erwartet hieraus einen Gewinn von 0,7 Milliarden US-Dollar.

14. Oktober 2026
AstraZeneca vereinfacht Verträge für Nirsevimab mit Sobi und Sanofi
Bild ist eine KI-generierte Illustration

AstraZeneca, Swedish Orphan Biovitrum AB (Sobi) und Sanofi haben ihre vertraglichen Vereinbarungen zur Entwicklung und Vermarktung von Nirsevimab in den USA aktualisiert und vereinfacht. Diese Anpassungen treten im Vorfeld der bevorstehenden Markteinführung des Medikaments in den USA und anderen Regionen in Kraft.

Im Rahmen der neuen Vereinbarungen wird Sobi eine direkte Geschäftsbeziehung mit Sanofi eingehen, wodurch die frühere Beteiligungsvereinbarung mit AstraZeneca aus dem November 2018 ersetzt wird. Zuvor musste AstraZeneca den risikobereinigten Wert zukünftiger Zahlungen an Sobi als Verbindlichkeit ausweisen. Durch die Vereinfachung wird Sanofi künftig Lizenzgebühren an Sobi zahlen, sobald Nirsevimab-Verkäufe in den USA erfolgen. Dies befreit AstraZeneca von der Verbindlichkeit zukünftiger Zahlungen. Infolgedessen wird AstraZeneca im Jahr 2023 einen Gewinn von 0,7 Milliarden US-Dollar verbuchen, was die Finanzprognose des Unternehmens für das laufende Jahr unberührt lässt.

Nirsevimab ist ein langwirksamer Antikörper, der gemeinsam von AstraZeneca und Sanofi entwickelt wurde, um Säuglinge und Kleinkinder vor schweren Erkrankungen der unteren Atemwege durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) zu schützen. Der Antikörper erhielt im November 2022 die Zulassung durch die Europäische Kommission und die britische Arzneimittelbehörde MHRA.

Die Zusammenarbeit zwischen AstraZeneca und Sanofi für Nirsevimab begann im März 2017. AstraZeneca ist für die Entwicklung und Herstellung zuständig, während Sanofi die kommerzielle Vermarktung übernimmt. Die US-amerikanischen Vertriebsrechte für Nirsevimab wurden bereits im November 2018 von AstraZeneca an Sobi veräußert.

Originalquelle: astrazeneca.com