AstraZeneca-Studie zeigt: Statintherapie reduziert Arterienplaque
Die vollständigen Ergebnisse der SATURN-Studie von AstraZeneca, vorgestellt im November 2011, zeigten, dass eine intensive Statintherapie das atherosklerotische Plaque-Ausmaß bei Patienten wirksam reduziert.

AstraZeneca gab im November 2011 die vollständigen Ergebnisse der SATURN-Studie (Study of Coronary Atheroma by Intravascular Ultrasound: Effect of Rosuvastatin Versus Atorvastatin) bekannt. Die Studie zeigte, dass eine aggressive Statintherapie das LDL-C-Cholesterin auf unter 70 mg/dL senken und Plaque-Ansammlungen in den Herzkranzgefäßen reduzieren kann.
Die zweijährige Studie verglich Rosuvastatin (CRESTOR) 40 mg mit Atorvastatin 80 mg. Beide Behandlungen führten zu einer statistisch signifikanten Reduzierung des prozentualen Atheromvolumens (PAV), gemessen mittels intravascular ultrasound (IVUS). Obwohl Rosuvastatin eine numerisch stärkere Reduktion zeigte, war der Unterschied zwischen den beiden Medikamenten für den primären Endpunkt nicht statistisch signifikant (-1,22 % vs. -0,99 %).
Beim sekundären Endpunkt, dem normalisierten gesamten Atheromvolumen (TAV), zeigte Rosuvastatin jedoch eine statistisch signifikante Reduktion im Vergleich zu Atorvastatin (-6,39 mm³ vs. -4,42 mm³; p=0,01). Die Studie ergab auch statistisch signifikante Unterschiede bei den Lipidparametern, wobei Rosuvastatin niedrigere LDL-C-Werte (62,6 vs. 70,2 mg/dL) und höhere HDL-C-Werte (50,4 vs. 48,6 mg/dL) im Vergleich zu Atorvastatin erreichte.
Signifikant mehr Patienten unter Rosuvastatin erreichten einen LDL-C-Wert unter 70 mg/dL (72,1 % vs. 56,1 %). Die Sicherheits- und Verträglichkeitsprofile beider Statine entsprachen früheren Studien. Die Ergebnisse wurden auf den Jahrestagungen der American Heart Association vorgestellt und gleichzeitig im New England Journal of Medicine veröffentlicht.