AstraZeneca bewertet die Zukunft der Brodalumab-Entwicklung neu
AstraZeneca überprüft sein Entwicklungsprogramm für Brodalumab, ein untersuchtes Medikament gegen Psoriasis. Der Partner Amgen hat sich aus der Kooperationsvereinbarung zurückgezogen.

AstraZeneca bewertet derzeit die Zukunft seines Entwicklungsprogramms für Brodalumab, ein Medikament in der Erprobung für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, psoriatischer Arthritis und axialer Spondyloarthritis. Der Kooperationspartner Amgen gab am 22. Mai 2015 bekannt, dass er die gemeinsame Entwicklungs- und Vermarktungsvereinbarung für Brodalumab beendet.
Amgen begründete seine Entscheidung mit der Fokussierung auf andere Portfolio-Prioritäten und verwies auf Beobachtungen von suizidalen Gedanken und Verhaltensweisen im Brodalumab-Programm, die zu einer restriktiven Kennzeichnung führen könnten. Diese Entwicklung hat AstraZeneca veranlasst, die vorhandenen Daten eingehend zu überprüfen.
Briggs Morrison, Executive Vice President, Global Medicines Development und Chief Medical Officer bei AstraZeneca, wies darauf hin, dass die Daten aus den drei entscheidenden Phase-III-Studien den wirksamen Wirkmechanismus von Brodalumab und dessen klinischen Nutzen belegt hätten. Das Unternehmen wird die Daten umfassend auswerten, um seine unabhängige Entscheidung über die Zukunft des Medikaments zu treffen.
AstraZeneca wird seine Entscheidung über die zukünftige Entwicklung von Brodalumab so bald wie möglich bekannt geben. Brodalumab ist ein monoklonaler Antikörper, der auf den IL-17-Rezeptor abzielt und entzündliche Signalwege hemmt.