AstraZenecas CAPItello-290-Studie mit Truqap erreicht primäre Endpunkte nicht
Die Phase-III-Studie CAPItello-290 von AstraZeneca mit Truqap plus Chemotherapie bei fortgeschrittenem dreifach-negativem Brustkrebs erreichte nicht die primären Ziele bezüglich des Gesamtüberlebens.

AstraZeneca gab bekannt, dass die Phase-III-Studie CAPItello-290 zur Untersuchung von Truqap (capivasertib) in Kombination mit Paclitaxel bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem dreifach-negativem Brustkrebs (TNBC) ihre beiden primären Endpunkte nicht erreicht hat. Die Studie konnte keine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) im Vergleich zu Paclitaxel in Kombination mit Placebo erzielen, weder in der Gesamtpopulation noch in einer Untergruppe mit Tumoren, die spezifische Biomarker-Alterationen (PIK3CA, AKT1 oder PTEN) aufwiesen.
Der dreifach-negative Brustkrebs stellt etwa 15-20% aller Brustkrebsfälle dar und gilt als eine der aggressivsten Formen mit begrenzten Behandlungsoptionen. Chemotherapie bleibt die Standardbehandlung. Etwa 35% der TNBC-Patientinnen weisen Alterationen in den Genen PIK3CA, AKT1 oder PTEN auf und stellen somit potenzielle Angriffspunkte für neue Therapien dar.
„Obwohl die Ergebnisse der CAPItello-290-Studie nicht das gezeigt haben, was wir uns erhofft hatten, liefern sie wichtige Informationen, um diese aggressive Krebsform besser zu verstehen, bei der Patientinnen dringend neue Behandlungen benötigen“, sagte Dr. Peter Schmid, Barts Cancer Institute, London, und Hauptprüfer der Studie. Er betonte den fortwährenden Bedarf an neuartigen therapeutischen Ansätzen.
Susan Galbraith, Executive Vice President, Oncology R&D, AstraZeneca, äußerte sich enttäuscht über das Ergebnis. Sie erklärte, dass die Erkenntnisse das Verständnis der Rolle des PI3K/AKT-Signalwegs bei Brustkrebs weiter vertiefen werden, während das Unternehmen seine klinische Forschung im Rahmen des Truqap-Entwicklungsprogramms und seiner Pipeline fortsetzt.