AstraZenecas Medikamentenkombination erreicht primäres Endpunktziel in NSCLC-Studie nicht
AstraZeneca gab Finalergebnisse der Phase III NEPTUNE-Studie bekannt, wonach die Kombination von Imfinzi und Tremelimumab den primären Endpunkt bei bisher unbehandelten Patienten mit stadium IV nicht-kleinzelligem Lungenkrebs nicht erreichte.

AstraZeneca gab die abschließenden Ergebnisse zur Gesamtüberlebenszeit (OS) aus der Phase III NEPTUNE-Studie bekannt, die bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) im Stadium IV untersucht wurde.
Die randomisierte, offene, multizentrische globale Studie verglich die Kombination von Imfinzi (Durvalumab) mit Tremelimumab, einem Anti-CTLA4-Antikörper, mit der Standard-Chemotherapie (SoC) auf Platinbasis bei zuvor unbehandelten Patienten mit metastasiertem NSCLC. In der primären Analyse, die sich auf Patienten mit einer hohen Tumor-Mutationslast (TMB) von 20 oder mehr Mutationen pro Megabase (mut/Mb) konzentrierte, erreichte die Kombinationsbehandlung ihr primäres Ziel, die OS im Vergleich zur SoC-Chemotherapie zu verbessern, nicht.
Das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil der Kombination von Imfinzi und Tremelimumab entsprach früheren Studien. José Baselga, Executive Vice President, Oncology R&D, betonte das Engagement des Unternehmens für eine eingehende Analyse der umfangreichen klinischen Daten und Biomarker aus der Studie, um weitere Erkenntnisse für die Verbesserung von Immunonkologie-Ansätzen bei metastasiertem NSCLC zu gewinnen.
AstraZeneca wird die vollständigen Ergebnisse zur Präsentation auf einem bevorstehenden medizinischen Kongress einreichen. Imfinzi wird auch in den laufenden Phase III-Studien PEARL und POSEIDON als Monotherapie oder in Kombination mit Chemotherapie und/oder Tremelimumab im Rahmen eines umfassenden Programms zur Immunonkologie bei NSCLC im Stadium IV evaluiert.