Mindestens 32 Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine
Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind mindestens 32 Menschen getötet und rund 100 verletzt worden. Eine Rakete zerstörte ein Wohnhaus in Pryluky, weitere Todesopfer gab es in Kiew.

Bei massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind am Dienstag mindestens 32 Menschen getötet und etwa 100 weitere verletzt worden, wie ukrainische Behörden mitteilten. Besonders betroffen war die Stadt Pryluky in der Region Tschernihiw, wo eine Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Rettungskräfte bargen 22 Leichen, darunter mindestens fünf Kinder, aus den Trümmern. Weitere Todesopfer gab es in Kiew durch Angriffe auf Mehrfamilienhäuser.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj setzte Russland rund 70 Raketen und Dutzende Drohnen ein. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Angriffe hätten unter anderem Rüstungsbetriebe und Hafenanlagen in der Region Odessa gegolten. Später am Tag wurde ein Angriff auf einen Bus in Kramatorsk im Osten des Landes gemeldet, bei dem mindestens 30 Menschen getötet und 18 verletzt worden sein sollen.
Am Dienstag wurde auch über andere relevante Ereignisse im Zusammenhang mit dem Konflikt berichtet. Ein großes Rechenzentrum des russischen Technologieunternehmens Yandex in der Region Rjasan wurde durch einen Drohnenangriff lahmgelegt. Südkorea kündigte zudem den Abzug seines Botschafters aus Kiew aufgrund einer diplomatischen Auseinandersetzung mit der Ukraine an.
Die Behörden rufen die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten auf, in sicherere Regionen zu fliehen. Die Stadt Kramatorsk in der Donezk-Region hat eine strategische Bedeutung für die ukrainischen Streitkräfte.