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Verbraucher

Atradius: Waffenruhe im Nahen Osten dämpft Stagflationsrisiko

Laut Atradius-Prognose hat ein fragiler Waffenstillstand im Nahen Osten eine Stagflationsschock abgewendet. Das globale BIP-Wachstum wird sich 2026 voraussichtlich auf 2,4 % verlangsamen.

14. Juli 2026
Atradius: Waffenruhe im Nahen Osten dämpft Stagflationsrisiko

Das Risiko eines schwerwiegenderen Stagflationsschocks ist vorerst eingedämmt, so die jüngste Wirtschaftsprognose von Atradius vom Juli 2026. Ein Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran hat nach monatelangen Störungen der Energieflüsse durch die Straße von Hormuz zur Entspannung der Energiepreise beigetragen.

Das globale BIP-Wachstum wird für 2026 auf 2,4 % prognostiziert, gegenüber 3,0 % im Jahr 2025, mit einer erwarteten Erholung auf 3,1 % im Jahr 2027. Während der Konflikt die Wirtschaftsaktivität durch höhere Energie- und Rohstoffkosten beeinträchtigte, geht das Basisszenario von einer schrittweisen Wiedereröffnung der Meerenge aus, wodurch die Weltwirtschaft einen stärkeren Abschwung vermeiden kann.

Investitionen in Technologie, insbesondere in künstliche Intelligenz (KI), werden als wichtiger Wachstumstreiber identifiziert, der die Auswirkungen der Stagflation abfedert. John Lorié, Chefökonom von Atradius, erklärte, dass die befürchtete Stagflationsspirale vermieden werden sollte, solange die Spannungen weitgehend eingedämmt bleiben. Fortlaufende Investitionen in KI und Rechenzentren stützen das Wachstum.

Die globalen Zentralbanken reagieren unterschiedlich auf den Energieschock. Die Europäische Zentralbank hat die Zinssätze zur Inflationsbekämpfung erhöht, während die US-Notenbank die Zinsen länger hoch hält. China verfolgt eine moderat expansive Geldpolitik. Der Welthandel wird voraussichtlich an Dynamik verlieren und 2026 mit weniger als 2 % wachsen, bevor er sich auf rund 3 % im Jahr 2027 erholt.

Atradius warnt jedoch, dass die Risiken eindeutig abwärtsgerichtet bleiben. Eine erneute Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran, die zu einer anhaltenden Schließung der Straße von Hormuz führt, könnte zu einem erneuten starken Anstieg der Energiepreise führen und das globale BIP in rezessive Bereiche von 1,9 % im Jahr 2026 und 1,4 % im Jahr 2027 drücken. Die Dauerhaftigkeit des Waffenstillstands und die Geschwindigkeit der Normalisierung des Seeverkehrs sind entscheidende Faktoren für die globale Wirtschaftsaussicht.

Originalquelle: prnewswire.com