Rechtsanwalt Mark Lanier setzt auf juristischen Druck gegen Tech-Konzerne
Der Anwalt Mark Lanier fordert durch gezielte Klagen und öffentliche Aufklärung eine stärkere Rechenschaftspflicht von Social-Media-Plattformen.

Rechtsanwalt Mark Lanier ist eine zentrale Figur in der juristischen Auseinandersetzung um die Verantwortung von Social-Media-Betreibern. Im März erzielte er einen ersten Erfolg in einem Prozess wegen Suchtpotenzials sozialer Medien gegen Meta und Google. Trotz der symbolischen Höhe der Entschädigung legte der Fall die Basis für weitere rechtliche Schritte.
Im August begleitete Lanier als externer Berater Sammelklagen mehrerer US-Bundesstaaten gegen Meta. Der daraus resultierende Vergleich in Höhe von bis zu 16,7 Milliarden US-Dollar verpflichtete das Unternehmen zu Anpassungen, etwa bei zeitlichen Beschränkungen für minderjährige Nutzer. Ähnliche Auflagen wurden in der Folge auch für Plattformen wie Tiktok durchgesetzt.
Lanier argumentiert, dass juristische Siege allein nicht ausreichen, da Konzerne in dieser Größenordnung Vergleiche oft als betriebsbedingte Kosten verbuchen. Echte Veränderung könne seiner Ansicht nach nur durch eine Kombination aus rechtlichem Druck und einem gesteigerten öffentlichen Bewusstsein für die Geschäftspraktiken dieser Unternehmen erreicht werden.