Audi rechtfertigt US-Produktionspläne und öffentlichen Auftritt
Audi plant den Bau eines ersten US-Werks, um die Rentabilität zu steigern. Das Unternehmen nimmt Stellung zur Kritik am politischen Rahmen der Ankündigung.

Audi plant den Bau seines ersten Produktionsstandorts in den USA, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit der aktuellen Unrentabilität des US-Geschäfts. Während viele Wettbewerber bereits seit Jahren vor Ort produzieren, sieht Audi in der lokalen Fertigung eine Notwendigkeit, um Währungs- und Handelsrisiken zu minimieren und Marktpotenziale besser auszuschöpfen.
Das Management betonte, dass diese Entscheidung keine Abkehr vom Standort Deutschland darstelle, sondern eine notwendige Maßnahme zur Stärkung der globalen Marktposition sei. Das US-Geschäft soll durch die Investition nachhaltig auf eine wirtschaftlich tragfähige Basis gestellt werden.
Zudem äußerte sich der Konzern zu dem öffentlichen Auftritt gemeinsam mit dem US-Präsidenten anlässlich der Standortankündigung, der in der Öffentlichkeit für Irritationen gesorgt hatte. Audi erklärte, man sei im Rahmen der Verhandlungen eingeladen worden, die Pläne gemeinsam mit dem Präsidenten zu präsentieren, und habe diese Einladung aus rein wirtschaftlichem Interesse angenommen. Das Unternehmen räumte ein, dass das Ereignis als politisches Signal wahrgenommen wurde und betonte, dass man sich dieser Wirkung bewusst sei.