Audi erinnert an die NSU Lambretta-Produktion
Audi Tradition beleuchtet die NSU Lambretta in der fünften Folge seiner Serie zur NSU-Modellgeschichte. Die Produktion in Neckarsulm startete 1950.

Audi Tradition veröffentlicht die fünfte Folge seiner Serie zur Modellgeschichte der traditionsreichen Marke NSU. Diese Episode widmet sich der Produktion des Lambretta-Rollers in Neckarsulm zwischen 1950 und 1956.
Die NSU entwickelte die Lambretta ursprünglich nicht selbst, sondern produzierte sie in Lizenz des italienischen Herstellers Innocenti. Die Fertigung in Neckarsulm begann 1950, als das Werk nach der Einstellung von Reparaturarbeiten für die US-Armee neue Modelle zur Auslastung benötigte. Der Rollertrend war zu dieser Zeit in Deutschland stark.
Zwei Versionen der NSU Lambretta wurden eingeführt: ein 123-cm³-Modell mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h, gefolgt von einer 150-cm³-Version, die 81 km/h erreichte. Diese Roller mit Einzylinder-Zweitaktmotoren wurden in vier Farben angeboten: lindgrün, beige, mittelgrau und hellgrau. Etwa 117.000 Einheiten dieser Modelle wurden gefertigt.
Nach Ablauf des Lizenzvertrags mit Innocenti im Jahr 1956 setzte NSU die Rollerproduktion als Eigenentwicklung unter dem Namen NSU Prima fort. Dieses Modell wurde bis 1964 in Neckarsulm hergestellt, was das Ende der Rollerproduktion dort bedeutete. Insgesamt wurden 160.000 NSU Prima Roller gebaut.
Die Geschichte der NSU Lambretta ist Teil einer größeren Serie, die den 150. Jahrestag der Marke NSU feiert und ihre Klassiker und Einzelstücke präsentiert.