Australien verhaftet zwei mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe TeamPCP
Australische Behörden gaben am Mittwoch die Festnahme zweier Männer bekannt, die der Beteiligung an Cyberkriminalität für TeamPCP beschuldigt werden. Die Gruppe soll Lieferkettenangriffe durchgeführt haben, von denen über 1.000 Organisationen weltweit betroffen waren.

Die australischen Behörden gaben am Mittwoch die Festnahme zweier Männer bekannt, die der Beteiligung an Cyberkriminalität für TeamPCP beschuldigt werden. Die Hackergruppe soll über einen Zeitraum von neun Monaten Lieferkettenangriffe durchgeführt haben, von denen mehr als 1.000 Organisationen weltweit betroffen waren.
Die Australian Federal Police teilte mit, dass die beiden Männer festgenommen und wegen 14 Straftaten angeklagt wurden. Laut der Polizei waren die Männer Mitglieder von TeamPCP, die nach Angaben der Behörden über 1.000 Organisationen weltweit kompromittiert haben. Die Identitäten der Festgenommenen wurden nicht bekannt gegeben, sie sollen jedoch in den westaustralischen Orten Cottesloe und Mandurah leben.
TeamPCP ist seit seiner Entstehung im Dezember ein Dorn im Auge von Strafverfolgungsbehörden und Sicherheitsexperten. Die Gruppe ist bekannt für ihre anhaltenden Lieferkettenangriffe, bei denen Open-Source-Software mit Malware infiziert wurde, die sich von Paket zu Paket selbst verbreitete. Die Infektionen zielten auf die CI/CD-Pipelines (Continuous Integration/Continuous Deployment) der Organisationen ab, die für die schnelle Entwicklung, Aktualisierung und Bereitstellung von Software unerlässlich sind.
Die Ermittlungen dauern an, um das volle Ausmaß der Aktivitäten der Gruppe und weitere potenzielle Mitglieder zu ermitteln. Die Art dieser Angriffe unterstreicht die Schwachstellen in Softwarelieferketten im digitalen Zeitalter.