Australischer Bundesstaat erwägt Gesetz für zwei Tage Homeoffice pro Woche
Gesetzgeber im australischen Bundesstaat Victoria prüfen einen Vorschlag, der berechtigten Arbeitnehmern das Recht auf zwei Tage Homeoffice pro Woche einräumen würde. Die Maßnahme könnte die Beweislast auf die Arbeitgeber verlagern, um zu begründen, warum Heimarbeit nicht machbar ist.

Gesetzgeber im australischen Bundesstaat Victoria erwägen einen Vorschlag, der berechtigten Arbeitnehmern das Recht einräumen könnte, zwei Tage pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde dies eine bedeutende Eskalation bei den Bemühungen darstellen, Flexibilität am Arbeitsplatz gesetzlich zu verankern.
Bestehende Gesetze in Ländern wie dem Vereinigten Königreich und Irland geben Arbeitnehmern das Recht, Fernarbeit zu beantragen, und verlangen von Arbeitgebern, solche Anträge fair zu prüfen. Victorias Vorschlag ginge weiter, indem er die Beweislast auf die Arbeitgeber verlagert, um darzulegen, warum ein Arbeitnehmer nicht aus der Ferne arbeiten kann.
Dieser Unterschied ist entscheidend. Die meisten Gesetze zur Fernarbeit konzentrierten sich bisher auf ein Verfahren, bei dem ein Arbeitnehmer einen Antrag stellen kann und ein Arbeitgeber jede Ablehnung begründen muss. Victorias Vorschlag würde Fernarbeit eher zu einem Recht machen als zu einem Vorteil, der nach Ermessen des Arbeitgebers gewährt wird.
Der Vorschlag hat eine heftige politische und rechtliche Debatte ausgelöst. Wirtschaftsverbände warnen, dass das Gesetz die Fähigkeit der Arbeitgeber zur Verwaltung ihrer Arbeitsplätze beeinträchtigen würde, während Kritiker die verfassungsrechtliche Befugnis des Staates zur Durchsetzung eines solchen Mandats in Frage stellen.
Diese Entwicklung erfolgt zu einer Zeit, in der viele Großunternehmen ihre Richtlinien zur Fernarbeit verschärfen und eine Rückkehr ins Büro anordnen. Der Ausgang in Victoria könnte beeinflussen, wie andere Regierungen künftig mit Rechten auf Fernarbeit umgehen.