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Autorin zieht Parallelen zwischen Überwachung in Hongkong und Deutschland

Die Autorin Penny Prinz hat Überwachung und staatliche Repression in Hongkong sowie deren Parallelen in Deutschland untersucht. Sie stellt fest, dass die internetausgeprägten Datenmengen Repression effizienter machen.

13. Juni 2026
Autorin zieht Parallelen zwischen Überwachung in Hongkong und Deutschland

Die Autorin und Forscherin Penny Prinz hat die Auswirkungen von Überwachung und politischer Repression in Hongkong untersucht und zieht Vergleiche zu Entwicklungen in Deutschland, Europa und den USA. In ihrem neuen Buch 'Nach der Revolte. Ein Reisebericht zu Überwachung und Widerstand in Hongkong' beschreibt sie ihre Erfahrungen.

Prinz verbrachte ein halbes Jahr in Hongkong, um die dortigen Verhältnisse zu beobachten. Ihre Erkenntnisse fließen in ihre politikwissenschaftliche Dissertation ein, die das Verhältnis zwischen Polizei und Bevölkerung thematisiert, wenn die Polizei über weitreichende digitale Mittel verfügt. Dazu zählen automatisierte Datenanalysen und der Abgleich biometrischer Daten.

Laut Prinz machen die im Internet vorhandenen Datenmengen und entsprechende Software die Repression effizienter. Sie sieht Parallelen zur Entwicklung in Deutschland, wo der Einsatz von Technologien wie Gesichtserkennung zur Identifizierung legalisiert wird. Die ständige Anspannung und Angst, die mit Überwachung einhergeht, prägten ihre Zeit in Hongkong.

In ihrer Promotion untersucht Prinz den politischen Aktivismus in Deutschland, insbesondere Anklagen nach Paragraf 129 des Strafgesetzbuches bezüglich krimineller Vereinigungen. Sie arbeitet zudem als Referentin für digitale Selbstverteidigung und lehrt an einer Universität im Bereich Recht und Digitales.

Originalquelle: nd-aktuell.de