Automatisierte Forschung beschleunigt Hefebiologie-Entdeckungen
Forscher der Technischen Universität Chalmers setzen Automatisierung und KI ein, um wissenschaftliche Entdeckungen in der Hefebiologie zu beschleunigen. Ziel ist ein besseres Verständnis zellulärer Funktionen und komplexer biologischer Prozesse.

Forscher der Technischen Universität Chalmers nutzen automatisierte Methoden, um wissenschaftliche Entdeckungen in der Hefebiologie zu beschleunigen. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Analyse von Saccharomyces cerevisiae, einem Modellorganismus für zelluläre Prozesse, die für menschliche Zellen relevant sind.
Das Team hat semi-automatisierte experimentelle Designs und Hochdurchsatz-Analyseverfahren entwickelt. Diese Methoden wurden zur Untersuchung des diauxischen Wechsels eingesetzt, einem Prozess, bei dem Hefezellen den Übergang vom Zucker- zum Ethanolverbrauch vollziehen. Die Forschung nutzte Massenspektrometrie und den Roboterwissenschaftler Eve, der eine große Anzahl paralleler Experimente automatisiert.
Die Forscher zielen darauf ab, diesen komplexen Prozess, an dem Tausende von Proteinen und anderen Molekülen beteiligt sind, besser zu verstehen. Ihre Erkenntnisse könnten auch Aufschluss über andere zelluläre Funktionen geben, wie z. B. antioxidative Mechanismen und Reaktionen auf unterschiedliche Umweltbedingungen. Mehrere Gene mit bisher unbekannten Funktionen wurden detaillierter charakterisiert.
Der nächste Schritt ist die Integration dieser Methoden mit der neuesten Generation des Roboterwissenschaftlers Genesis. Ziel ist es, den Forschungsprozess schneller und intelligenter zu gestalten, indem neben der Metabolomik auch verschiedene Arten biologischer Informationen einbezogen werden.