M&A-Aktivität im Automobilsektor auf hohem Niveau in Q4 2025
Die globale Fusions- und Übernahmeaktivität im Automobilsektor verharrte im vierten Quartal 2025 auf erhöhtem Niveau. Europäische Automobilzulieferer werden im Vergleich zu nordamerikanischen und asiatischen Wettbewerbern mit einem Abschlag gehandelt.

Die Fusions- und Übernahmeaktivität (M&A) im globalen Automobilsektor blieb im vierten Quartal 2025 auf hohem Niveau. Insgesamt wurden 126 Transaktionen verzeichnet, was dem Wert des Vorquartals (130 Transaktionen) entspricht und einem leichten Rückgang von 9,4 Prozent gegenüber dem Rekordhoch von 139 Transaktionen im Q4 2024 darstellt. Mit 54 Transaktionen trugen asiatische Inlandsgeschäfte den größten Anteil zum Transaktionsfluss im vierten Quartal bei. Europäische Inlandsgeschäfte umfassten 30 Transaktionen, gefolgt von 14 in Nordamerika.
An den Börsen wurden europäische Automobilzulieferer im Februar 2026 auf Basis der 2026er Gewinnschätzungen (EV/EBITDA) zu einem Median-Multiple von 4,8x bewertet. Dies entspricht einem leichten Rückgang gegenüber den 5,1x aus der Analyse des dritten Quartals 2025. Die Bewertungen nordamerikanischer Automobilzulieferer stiegen im gleichen Zeitraum auf 5,9x (Median EV/EBITDA 26E), verglichen mit 5,3x zuvor. Zulieferer in der Asien-Pazifik-Region verzeichneten ebenfalls eine Bewertungssteigerung auf 5,9x, ein Plus von 0,5x gegenüber dem Vorquartal, was auf eine höhere Bewertung von Unternehmen in Nordamerika und Asien im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern hindeutet.
Die Aktienkursentwicklung nordamerikanischer Automobilzulieferer hat in den letzten Jahren die ihrer europäischen und asiatischen Pendants weiterhin übertroffen. In den letzten drei Jahren verzeichnete die nordamerikanische Peergroup eine Aktienkurssteigerung von 82 Prozent, während die APAC-Gruppe auf 66 Prozent kam und europäische Peers einen durchschnittlichen Wertverlust von 5 Prozent erlitten. Innerhalb Europas stieg der Aktienkurs von Schaeffler in den sechs Monaten bis Februar 2026 um 109,8 Prozent, maßgeblich getrieben durch Initiativen in der Robotik und Elektromobilität. In Nordamerika erzielte die Dauch Corporation eine ähnliche Kurssteigerung von 106,9 Prozent, vor allem infolge einer Transformation durch Fusion und Rebranding.
Die Neuzulassungen von Fahrzeugen in der Europäischen Union zeigten 2025 eine fortgesetzte Elektrifizierung. Die Zulassungen von reinen Elektrofahrzeugen (BEV) stiegen um 30 Prozent auf 1,88 Millionen Einheiten. Hybridfahrzeuge (HEV) blieben das beliebteste Segment mit 35 Prozent aller Neuzulassungen, gefolgt von Benzinern (27 Prozent) und BEVs (17 Prozent). Diesel und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV) hatten jeweils einen Anteil von 9 Prozent. Sowohl Spanien als auch Deutschland verzeichneten in diesem Jahr signifikante Zuwächse bei den BEV-Zulassungen, während der Gesamtmarkt für Neufahrzeuge in Frankreich einen Rückgang erlebte.