AV-TEST: Antivirus-Software verlangsamt PCs unterschiedlich stark
Eine 14-monatige AV-TEST-Studie untersuchte die Leistungseinbußen bei Windows-PCs durch Antivirus-Software. Die Ergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede zwischen den Produkten.

MAGDEBURG, Deutschland – Ein umfassender 14-monatiger Leistungstest von AV-TEST hat ergeben, dass Antivirus-Software die Geschwindigkeit von Windows-PCs beeinflussen kann, wobei die Verlangsamung zwischen verschiedenen Produkten erheblich variiert.
Die Studie bewertete 23 verschiedene Antivirenprogramme hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Leistung bei alltäglichen Computeraufgaben. Die Tests wurden auf den Betriebssystemen Windows XP, 7 und 8.1 durchgeführt und umfassten Aktionen wie das Herunterladen von Dateien, das Öffnen von Websites, die Installation von Anwendungen und das Kopieren von Dateien. Ziel war es, den Kompromiss zwischen Sicherheit und Systemleistung zu quantifizieren.
Kasperskys Produkt erwies sich als dasjenige mit der geringsten Auswirkung auf die Systemgeschwindigkeit und erhielt nur 5,1 von möglichen 25 Belastungspunkten. Bitdefender und Qihoo 360 folgten dicht dahinter mit 5,3 bzw. 5,7 Punkten. Sechs weitere Produkte, darunter solche von McAfee, BullGuard, Trend Micro, Norton, Avira und F-Secure, erzielten ebenfalls gute Ergebnisse zwischen 6,1 und 7,9 Punkten.
Microsofts eigene Security Essentials- oder Defender-Software führte zu einer Belastung von 8,7 Punkten. Produkte von Norman, Quick Heal und Threat Track zeigten eine deutlichere Verlangsamung und erhielten 12,0, 12,4 bzw. 13,9 Punkte. Zum Vergleich: Das Kopieren einer Dateigruppe dauerte auf einem Referenzsystem ohne Schutz etwas mehr als 141 Sekunden, während die Zeit mit installiertem Kaspersky-Produkt fast identisch war.