AV-TEST prüft zusätzliche Sicherheitsfunktionen von VPN-Diensten
Das AV-TEST Institut hat im September/Oktober 2024 die Fähigkeit von fünf VPN-Diensten zur Blockierung schädlicher URLs und Phishing-Seiten getestet. Untersucht wurden auch Fehlalarme.

Das Forschungsinstitut AV-TEST hat einen Bericht veröffentlicht, der zusätzliche Sicherheitsfunktionen von fünf namhaften VPN-Diensten bewertet. In einem Vergleichstest, der im September und Oktober 2024 durchgeführt wurde, untersuchte AV-TEST die Programme ExpressVPN, IPVanish VPN, Mullvad VPN, NordVPN und Proton VPN hinsichtlich ihrer Fähigkeit, bösartige URLs und Phishing-Websites zu blockieren.
Der von NordSec beauftragte und von AV-TEST durchgeführte Test konzentrierte sich speziell darauf, wie effektiv die VPN-Dienste schädliche Links erkennen und deren Zugriff verhindern können. Dies umfasste Links, die direkt zu ausführbaren Schadprogrammen (PEs), anderen Arten von bösartigen Dateien wie HTML und JavaScript sowie Phishing-URLs führten. Insgesamt wurden 3.209 schädliche Samples getestet.
Zusätzlich zur Erkennung von Bedrohungen wurde die Rate der Fehlalarme bewertet. Diese Kennzahl gibt an, wie oft die VPN-Dienste legitime Websites oder heruntergeladene Dateien fälschlicherweise als schädlich einstufen. Im Rahmen der Fehlalarmtests wurden gängige Anwendungen heruntergeladen und eine Reihe von populären, als sicher verifizierten Websites besucht. AV-TEST führte zudem 2.298 Testfälle durch, um festzustellen, ob die Sicherheitsfunktionen die normale Nutzung beeinträchtigen.
NordSec hatte keinen Einfluss auf die Testmethodik oder die Auswahl der Samples. AV-TEST bestätigte, dass alle getesteten Links zum Zeitpunkt der Überprüfung aktiv waren. Detaillierte Informationen zum Testaufbau und den Szenarien sind im vollständigen Bericht verfügbar.