AWS-Manager: Nur 8 % der KI-Modelle erreichen die Produktion
Experten von Amazon Web Services und McKinsey Quantum Black diskutierten praktische Herausforderungen bei der Implementierung von künstlicher Intelligenz. Nur ein kleiner Prozentsatz der entwickelten KI-Modelle schafft den Weg in die Produktion.

In einer von Amazon Web Services (AWS) veranstalteten Diskussion wurden erhebliche Herausforderungen bei der Überführung von Modellen der künstlichen Intelligenz in die Produktion identifiziert. Tom Godden von AWS und Matt Fitzpatrick, CEO von Invisible Technologies und ehemaliger Leiter bei McKinsey Quantum Black, teilten ihre Erkenntnisse darüber, warum nur etwa 8 % der KI-Modelle erfolgreich in die tatsächliche Nutzung überführt werden.
Fitzpatrick betonte, dass die Einführung von KI in Unternehmen komplexer ist, als viele erwarten. Im Gegensatz zur traditionellen Softwareentwicklung erfordert KI, insbesondere generative KI, kontinuierliches Experimentieren und Lernen. Unternehmen kämpfen oft damit, Erfolgsmetriken zu definieren und die Zuverlässigkeit und Sicherheit von Modellen zu gewährleisten.
Eine der größten Hürden ist die Tendenz generativer KI zu "Halluzinationen", d.h. der Produktion falscher oder erfundener Informationen. Dies, kombiniert mit der Schwierigkeit, organisatorische Veränderungen zu bewältigen, verlangsamt die Implementierung. Obwohl identifizierbare und beherrschbare Risiken bestehen, zögern viele Unternehmen, KI-Projekte zu starten, aus Angst vor negativer Publizität.
Es wurden jedoch auch bedeutende zukünftige Chancen identifiziert. Insbesondere die Effizienzsteigerung in der Softwareentwicklung durch generative KI wird als revolutionär angesehen. Fitzpatrick schätzt, dass KI innerhalb weniger Jahre die Entwicklung neuer Anwendungen erheblich beschleunigen und die Produktivität von Ingenieuren steigern könnte, was neue Wege für Geschäfts- und Technologiezugänglichkeit eröffnet.