Axfoundation erforscht Mykoprotein als nachhaltige Alternative für Futtermittel
Axfoundation arbeitet mit Forschungspartnern an der Skalierung von Mykoprotein als umweltfreundliche Proteinquelle für die Fisch- und Viehfutterindustrie.

Axfoundation kooperiert mit Partnern wie RISE, SLU und Cirkulär, um Mykoprotein, ein aus Pilzmyzel gewonnenes Protein, als Alternative zu konventionellen Futterzutaten wie Soja und Fischmehl zu etablieren. Das Projekt mit dem Titel 'Future Feed' konzentriert sich auf die Überführung dieser Technologie vom Labor in den industriellen Maßstab.
Forscher am RISE Processum in Örnsköldsvik entwickeln seit über zehn Jahren Verfahren, um Pilzmyzel auf industriellen Nebenprodukten, wie etwa Ablaugen aus der Zellstoffproduktion, zu kultivieren. Durch die Nutzung dieser Stoffströme wird ein Kreislaufmodell angestrebt, das den ökologischen Fußabdruck der Futtermittelproduktion senkt.
Erste Studien deuten darauf hin, dass Mykoprotein die Darmgesundheit und das Immunsystem von Lachsen verbessert. Angesichts des steigenden Drucks auf die Futtermittelindustrie, klimaschädliche Auswirkungen zu reduzieren und nachhaltigere Proteinquellen zu erschließen, gewinnt das Verfahren zunehmend an Bedeutung für die Tierhaltung.
Die Hauptherausforderung liegt in der Skalierung der Produktion, da die großflächige Fermentierung energieintensiv ist. Eine neu entstehende Forschungsanlage in Örnsköldsvik mit einer Kapazität von 100 Kilogramm pro Tag stellt einen wichtigen Meilenstein für die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser Technologie dar.