Baltic Storage Platform erhält 85,6 Mio. € Finanzierung für estnische Energiespeicher
Die Baltic Storage Platform (BSP) hat eine Finanzierung in Höhe von 85,6 Millionen Euro für zwei große Batteriespeicherprojekte in Estland gesichert. Die Finanzierung stammt von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), der Nordischen Investitionsbank (NIB) und Edmond de Rothschild Asset Management.

Harju County, Estland – 30. Oktober 2025 – Die Baltic Storage Platform (BSP), ein Joint Venture aus dem französischen unabhängigen Solarstromproduzenten Corsica Sole, dem estnischen Entwickler erneuerbarer Energien Evecon und Mirova, hat eine Finanzierung in Höhe von 85,6 Millionen Euro für seine beiden großen Batteriespeicherprojekte, Hertz 1 und Hertz 2, in Estland gesichert. Die Finanzierung wurde von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), Edmond de Rothschild Asset Management und der Nordischen Investitionsbank (NIB) bereitgestellt.
Diese Transaktion stellt die erste Projektfinanzierung im Baltikum dar, die ausschließlich auf den Einnahmen aus Energiespeicheranlagen basiert. Die Beteiligung multiksilateraler Institutionen und privater Investoren signalisiert, dass große Speicherprojekte nun als bankfähig gelten und privates Kapital zur Unterstützung der europäischen Energiewende anziehen können. Die Entwicklung adressiert kritische Herausforderungen in Bezug auf Versorgungssicherheit und Energieunabhängigkeit für die Region.
Die Finanzierung wird zwei Projekte in Kiisa und Aruküla unterstützen, beide etwa 25 km von Tallinn entfernt. Mit einer kombinierten Leistung von 200 MW und einer Speicherkapazität von 400 MWh werden Hertz 1 und Hertz 2 einen der größten Batteriespeicherkomplexe Kontinentaleuropas bilden. Diese Anlagen werden eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des baltischen Stromnetzes nach der Synchronisierung mit dem europäischen Netz spielen und die Ausphasung fossiler Brennstoffe beschleunigen.
Hertz 1 verfügt auch über eine bedeutende technische Neuerung: den Anschluss an das 330-kV-Übertragungsnetz über ein Erdkabel, eine Premiere in Estland, die die Widerstandsfähigkeit erhöht und die Integration erneuerbarer Energien erleichtert. Hertz 1 wurde am 1. Oktober 2025 unter Spannung gesetzt, die Inbetriebnahme ist für Ende 2025 geplant. Hertz 2 befindet sich derzeit im Bau und soll bis Ende 2026 in Betrieb genommen werden.