Bantleon: Konjunkturerholung stützt Aktienmärkte 2026
Hermann Bantleon GmbH prognostiziert für 2026 eine robuste Weltwirtschaft. Das Unternehmen erwartet, dass die Aktienmärkte weiteres Potenzial bieten, insbesondere in Europa und Asien.

Die Investmentgesellschaft Hermann Bantleon GmbH erwartet für das Jahr 2026 eine kräftige globale Konjunkturentwicklung. Eine zyklische Erholung in Europa dürfte an Dynamik gewinnen, auch wenn es zum Jahreswechsel 2025/26 zu einer vorübergehenden Abschwächung in den USA und China kommen könnte.
Trotz teilweise Rekordbewertungen sieht Bantleon weiteres Kurspotenzial an den Aktienmärkten. Dieses Potenzial wird in Europa und Asien voraussichtlich stärker ausfallen als in den USA. An den Anleihenmärkten werden inflationsgeschützte und Unternehmensanleihen gegenüber nominalen Staatsanleihen bevorzugt, da die Inflationserwartungen steigen. Bei Rohstoffen werden Gold und Industriemetalle als aussichtsreich für deutliche Preissteigerungen eingeschätzt.
In den USA planen große Technologieunternehmen wie Nvidia, Microsoft und Alphabet weitere massive Investitionen in künstliche Intelligenz. Die US-Regierung will eine öffentliche KI-Grundstruktur aufbauen, um die globale Führungsposition zu sichern. Die Federal Reserve (Fed) wird voraussichtlich die Leitzinsen senken, was Investitionen zusätzlichen Schub verleiht. Bantleon prognostiziert für die US-Wirtschaft ein Wachstum von rund 2,3 Prozent im Jahr 2026, was über der Konsenserwartung liegt.
Die chinesische Wirtschaft dürfte sich stabilisieren, gestützt durch Exporte, die eine schwächere Binnennachfrage und den Immobiliensektor ausgleichen. Trotz struktureller Herausforderungen wie einer alternden Bevölkerung und hoher Verschuldung plant die Regierung neue Stimulierungsmaßnahmen. Bantleon rechnet für das erste Halbjahr 2026 mit einer Wachstumsbelebung in Richtung 5 Prozent.
Die Analysten gehen davon aus, dass die Fed in den kommenden Monaten eine oder maximal zwei Zinssenkungen vornehmen wird, was die Zinsen auf ein neutrales Niveau von etwa 3,50 Prozent anheben würde. Zudem sieht Bantleon gute Chancen für Preissteigerungen bei Gold und Industriemetallen.