Fledermausprotein könnte neue Wege gegen Entzündungen eröffnen
Wissenschaftler der Duke-NUS Medical School haben ein Fledermausprotein namens ASC2 identifiziert, das die Freisetzung von Entzündungsmediatoren hemmen kann. Dies bietet Potenzial für neue Therapien.

Singapur, 12. Mai 2023 – Durch die Untersuchung der Fähigkeit von Fledermäusen, Viren ohne nennenswerte Krankheitssymptome zu beherbergen, haben Wissenschaftler der Duke-NUS Medical School ein Protein entdeckt, das neue Strategien zur Bekämpfung von Entzündungskrankheiten beim Menschen ermöglichen könnte.
Die Forschung konzentrierte sich auf Inflammasome, Multiproteinkomplexe, die für übermäßige Entzündungen verantwortlich sind und schwere Symptome bei vielen Krankheiten verursachen. Das Team stellte fest, dass ein Fledermausprotein namens ASC2 eine starke Fähigkeit besitzt, diese Inflammasome zu hemmen und somit Entzündungen einzudämmen.
Die Studie demonstrierte das Potenzial des Fledermausproteins für den Menschen, indem es in gentechnisch veränderten Mäusen exprimiert wurde. Die Anwesenheit des Fledermausproteins reduzierte Entzündungen und die Schwere von Krankheiten bei Mäusen, die durch verschiedene Auslöser, einschließlich Viren, verursacht wurden.
Eine detaillierte Analyse des ASC2-Proteins identifizierte vier Aminosäuren, die die Fledermausversion effektiver bei der Entzündungshemmung machen als ihr menschliches Gegenstück. Dies liefert wertvolle Einblicke für die Entwicklung von Medikamenten, die die entzündungshemmenden Wirkungen des Fledermausproteins nachahmen können.
Forscher haben auf der Grundlage dieser Arbeit Patente angemeldet und prüfen kommerzielle Partnerschaften für die Arzneimittelentwicklung mit dem Ziel, eine neue Klasse von entzündungshemmenden Medikamenten für durch Inflammasome verursachte menschliche Krankheiten zu entwickeln.