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Technologie

Brand in Bautzener Batteriespeicher dauert an – Feuerwehr ändert Taktik

Die Löscharbeiten am brennenden Batteriespeicher in Bautzen gehen in den dritten Tag. Am Dienstagabend änderte die Feuerwehr ihre Strategie und bekämpft den Brand nun von innen.

2. Oktober 2026
Brand in Bautzener Batteriespeicher dauert an – Feuerwehr ändert Taktik

Die Löscharbeiten am brennenden Batteriespeicher in Bautzen dauern weiter an. Das Feuer, das am Dienstagnachmittag ausgebrochen war, ist noch nicht gelöscht. Laut Stadt ist ein Ende des Einsatzes aufgrund der laufenden chemischen Prozesse nicht absehbar.

Am Dienstagabend wurde die Strategie geändert. Statt wie bisher die betroffenen Container von außen zu kühlen, wurden sie aufgebrochen und das Feuer von innen mit einem Spezialfahrzeug aus Dresden bekämpft. Bautzens Oberbürgermeister Karsten Vogt (CDU) sagte MDR SACHSEN, dass dabei enorme Mengen Wasser auf einmal eingebracht werden, um den Brand zu löschen.

Dieses Vorgehen wurde nach Rücksprache mit einem Netzwerk von Feuerwehren aus ganz Deutschland beschlossen. Zuvor hatte die Feuerwehr auf intensive Kühlung mit bis zu 5.000 Litern Löschwasser pro Minute gesetzt, um den thermischen Prozess zu kontrollieren und eine Ausbreitung zu verhindern. Der stellvertretende Sprecher der Berufsfeuerwehr Bautzen, Stephan Bergner, erklärte gegenüber MDR SACHSEN, dass ein aktives Eingreifen die Gefahr einer unkontrollierten Verbrennung bergen könnte, da mehr Sauerstoff in den Brandraum gelangen würde.

Bergner wies darauf hin, dass es deutschlandweit kaum Erfahrungen mit Bränden in großen Energiespeichern gibt, was den Einsatz zu einer besonderen Herausforderung macht. Die Feuerwehr ist wegen möglicher giftiger Gase mit Schutzanzügen im Einsatz. Experten schätzen derzeit keine akute Explosionsgefahr am Brandort. Wegen des hohen Wasserbedarfs wurde am Mittwoch auch ein Zugang zur Spree zum Wasserentnehmen geschaffen.

Originalquelle: mdr.de