Flächenverbrauch in Bayern bleibt 2025 auf hohem Niveau
Der Flächenverbrauch in Bayern lag 2025 bei durchschnittlich 8 Hektar pro Tag. Der LBV fordert die Staatsregierung zum Handeln auf, um die Versiegelung angesichts des Klimawandels einzudämmen.

Der Flächenverbrauch in Bayern blieb auch 2025 auf einem sehr hohen Niveau: Im Durchschnitt wurden täglich 8 Hektar Fläche neu genutzt. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik hervor. Obwohl der Wert leicht unter dem Vorjahresniveau von 9,8 Hektar pro Tag liegt, bleibt er weit über dem selbstgesteckten Ziel der Staatsregierung von maximal 5 Hektar täglich.
Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) appelliert erneut an die Staatsregierung, den Flächenverbrauch umgehend zu reduzieren. Die Organisation warnt, dass die fortschreitende Versiegelung und Entwässerung der Landschaft die Folgen des Klimawandels wie Hitzewellen und Trockenheit verschärft. Der Verlust von feuchten Böden schwäche die natürliche Kühlfunktion der Landschaft durch Verdunstung.
Helmut Beran, Geschäftsführer Naturschutzpolitik im LBV, betonte die Dringlichkeit der Lage angesichts der extremen Hitze im Sommer 2026. „Die extreme Hitze im Sommer 2026 hat uns drastisch vor Augen geführt, wie wichtig es ist, Wasser in der Fläche zu halten. Feuchte Böden sind unerlässlich, um die Luft bei starker Hitze abzukühlen. Werden immer mehr Flächen versiegelt und verbaut, verschärft das die Folgen von Hitzewellen“, sagte Beran.
Der LBV kritisiert das Nichterreichen der politischen Ziele und fordert verbindliche Regelungen anstelle des gescheiterten Prinzips der Freiwilligkeit. Zudem wird Unterstützung für Kommunen bei der Nutzung von Brachflächen gefordert. Der LBV lehnt weiterhin den Verkauf von Staatsforsten für neue Gewerbegebiete ab und verweist auf konkrete Projekte wie geplante Gewerbegebiete und einen Hubschrauberlandeplatz auf Staatsflächen, die in der Nähe von Naturschutzgebieten liegen.