BCG: CEOs sehen KI-Vorteile, aber Schwierigkeiten bei der Skalierung
Fast neun von zehn CEOs berichten, dass ihre Unternehmen Kosten- oder Umsatzvorteile durch KI in gezielten Bereichen erzielen, aber die meisten Organisationen haben Schwierigkeiten, die finanzielle Wirkung zu skalieren, so eine neue Studie der Boston Consulting Group (BCG).

Fast neun von zehn CEOs geben an, dass ihre Unternehmen Kosten- oder Umsatzvorteile durch künstliche Intelligenz (KI) in bestimmten Bereichen erzielen. Laut einer neuen Studie der Boston Consulting Group (BCG) aus dem Juli 2026 haben die meisten Organisationen jedoch Schwierigkeiten, die finanzielle Wirkung von KI zu skalieren. Die Forschung, die auf einer globalen Umfrage unter über 150 CEOs großer Unternehmen basiert, deutet darauf hin, dass das Haupthindernis nicht die Technologie selbst ist, sondern die Umsetzung und die Transformationsfähigkeiten der Organisation.
Die Studie zeigt eine erhebliche Lücke zwischen dem Verständnis des KI-Potenzials und dessen erfolgreicher Implementierung im großen Maßstab. Mehr als die Hälfte der CEOs nannte die Notwendigkeit, KI-Initiativen direkt mit den Gewinn- und Verlustrechnungen (P&L) zu verknüpfen, als eine zentrale Hürde, obwohl nur 14 % die P&L-Auswirkungen für alle ihre KI-Initiativen klar definiert haben. Andere identifizierte Herausforderungen sind eine schwache Wertverfolgung und unzureichende Finanzierung für Personal und Change Management. Obwohl viele Unternehmen KI-Pilotprojekte durchführen, binden nur wenige KI erfolgreich in eine breitere Geschäftstransformation ein.
Die BCG-Studie skizziert vier Schlüsselmaßnahmen, die erfolgreich skalierende KI-Unternehmen von denen unterscheiden, die noch in der Pilotphase sind. Erstens sollten CEOs die Transformation orchestrieren und gleichzeitig sicherstellen, dass die Verantwortlichkeiten an die Leiter der Geschäftsbereiche weitergegeben werden. Zweitens sollten KI-Anstrengungen auf einige wenige, hochwertige Bereiche konzentriert werden, die das Potenzial haben, das Geschäft grundlegend zu verändern. Drittens müssen KI-Projekte von Anfang an auf eine messbare Wertverfolgung ausgelegt sein, mit klaren P&L-Auswirkungsdefinitionen. Viertens ist die Priorisierung von Personal und Change Management entscheidend; Top-Performer weisen ihre besten Talente mit höherer Wahrscheinlichkeit KI-Arbeitsströmen zu.
BCG schlussfolgert, dass die KI-Diskussion in eine folgenschwerere Phase eingetreten ist. Der Fokus verlagert sich von der Demonstration des KI-Wertes auf die Fähigkeit der Unternehmen, ihre Organisationen mit der Geschwindigkeit und Stringenz zu transformieren, die erforderlich ist, um diese Gewinne unternehmensweit zu skalieren. Dies erfordert, dass man über die reine Technologiebereitstellung hinausgeht und die Kernprozesse des Geschäfts neu gestaltet, einschließlich Governance, Arbeitsabläufe, Verantwortlichkeiten und Wertmessung.