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BCG-Studie: KI-Nutzung spart Arbeitszeit, erhöht jedoch die kognitive Belastung

Eine aktuelle globale Untersuchung der Boston Consulting Group zeigt, dass 42 Prozent der KI-Anwender wöchentlich einen ganzen Arbeitstag einsparen, viele Firmen die gewonnene Zeit aber ungenutzt lassen.

2. November 2026
BCG-Studie: KI-Nutzung spart Arbeitszeit, erhöht jedoch die kognitive Belastung

Die jüngste Analyse der Boston Consulting Group (BCG) zur Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt offenbart einen tiefgreifenden Wandel. Knapp die Hälfte der Arbeitnehmer verbringt mittlerweile mehr Zeit mit der Steuerung von KI-Systemen als mit der direkten Erledigung ihrer Aufgaben. Während zwei Drittel der regelmäßigen Nutzer eine höhere Arbeitszufriedenheit angeben, klagen 41 Prozent über eine erhöhte kognitive Beanspruchung.

Die Studie, die mehr als 11.700 Befragte weltweit umfasst, zeigt, dass KI zwar Effizienzgewinne ermöglicht – 42 Prozent der Nutzer sparen wöchentlich mindestens einen Tag Arbeitszeit ein –, viele Unternehmen diese Potenziale jedoch nicht ausschöpfen. Über 60 Prozent der Nutzer erhalten keine Anweisungen von ihrem Arbeitgeber, wie die gewonnene Zeit in produktivere Bahnen gelenkt werden soll. Dies führt dazu, dass die durch KI gewonnene Zeit oft ineffektiv bleibt.

BCG betont, dass der Erfolg von KI-Maßnahmen primär von einer klaren Strategie abhängt. Unternehmen mit einer definierten Vision erreichen eine deutlich höhere Wertschöpfung als jene, die sich lediglich auf die Einführung technischer Tools konzentrieren. Experten bei BCG prognostizieren zudem eine Verschiebung der Führungskultur: Da KI-Agenten zunehmend operative Aufgaben übernehmen, verlagert sich der Schwerpunkt menschlicher Arbeit künftig verstärkt auf die Orchestrierung und Überwachung dieser Technologien.

Originalquelle: bcg.com