BCG-Studie: Die meisten Unternehmenstransformationen scheitern wegen Missverständnissen
Ein neues Buch von Boston Consulting Group zeigt, dass die Mehrheit der Unternehmenstransformationen nicht aufgrund fehlerhafter Strategien scheitert, sondern weil Führungskräfte missverstehen, wie Menschen sich tatsächlich verändern. Das Buch bietet praktische Erfolgsprinzipien.

Boston Consulting Group (BCG) hat ein neues Buch mit dem Titel "How Change Really Works" veröffentlicht, das die Gründe für das häufige Scheitern von Unternehmenstransformationen untersucht. Das Buch argumentiert, dass über 70 % der Veränderungsinitiativen ihre ursprünglichen Ziele nicht erreichen, nicht wegen strategischer Fehler, sondern aufgrund des Missverständnisses von Führungskräften hinsichtlich des menschlichen Verhaltens während des Wandels.
Verfasst von den BCG-Experten Julia Dhar, Kristy R. Ellmer und Philip Jameson, fasst das Buch Verhaltensforschung, Interviews mit Führungskräften und praktische Erfahrungen aus der Leitung groß angelegter Transformationen zusammen. Es stellt sieben wissenschaftsbasierte Prinzipien vor, die darauf abzielen, die Erfolgsquote von organisatorischen Veränderungsbemühungen zu verbessern. Zu den wichtigsten Prinzipien gehören die Erzielung echter Übereinstimmung, die Erhöhung der Handlungsfähigkeit der Mitarbeiter und die proaktive Beseitigung von Hindernissen für die Einführung.
"Führungskräfte konzentrieren sich oft auf Strategie und Ziele", sagte Julia Dhar. "Aber Wandel gelingt oder scheitert in den täglichen Erfahrungen der Mitarbeiter. Das Messen von Emotionen, das Beseitigen von Hindernissen und das Geben von echter Handlungsfähigkeit an Menschen sind operative Notwendigkeiten."
Das Buch bietet auch eine strukturierte Roadmap zur Umsetzung dieser Prinzipien, die Phasen vom Beschluss zur Veränderung, Planung, Start, Beharren und Abschluss abdeckt. BCG betont, dass die Anwendung von Verhaltenswissenschaften auf das Change Management in der heutigen volatilen Geschäftslandschaft keine Option mehr ist, sondern unerlässlich.