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BCG: Synergieaufteilung bei M&A-Deals entscheidend für Wertschöpfung

Die Forschung von Boston Consulting Group zeigt: Bei erfolgreichen Fusionen und Übernahmen teilen Käufer und Verkäufer die Synergien. Verkäufer erhalten durchschnittlich 31 Prozent der erwarteten Synergien, was Wertschöpfung für beide Seiten ermöglicht.

9. Juni 2026
BCG: Synergieaufteilung bei M&A-Deals entscheidend für Wertschöpfung

Etwa zwei Drittel aller Fusionen und Übernahmen (M&A) bei börsennotierten Unternehmen vernichten kurzfristig Wert für den Käufer. Laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (TUM) gelingt es einer signifikanten Minderheit jedoch, Wert für die Eigentümer beider Unternehmen zu schaffen.

Der Erfolg solcher Transaktionen beruht maßgeblich auf der Teilung der Synergien zwischen Käufer und Verkäufer. Die Forschung von BCG und TUM zeigt, dass Verkäufer im Durchschnitt 31 Prozent des kapitalisierten Werts erwarteter Synergien erhalten. Dies erklärt sich dadurch, dass Verkäufer die Fähigkeit des Käufers zur Realisierung von Synergien einkalkulieren und daher eine Übernahmeprämie verlangen, die diesen potenziellen Mehrwert widerspiegelt.

Synergien können aus Kosteneinsparungen wie der Eliminierung redundanter Betriebsabläufe, Skaleneffekten im Einkauf oder zentralisierten Verwaltungsfunktionen resultieren. Auch umsatzsteigernde Synergien sind möglich. Das Potenzial für Synergien variiert jedoch stark je nach Branche. Stark regulierte Sektoren wie Transport und Telekommunikation stoßen oft auf regulatorische Hürden, die die volle Ausschöpfung von Synergien einschränken.

Branchen mit hoher internationaler Konsolidierung, wie Bergbau, Chemie und Gesundheitswesen, bieten häufig erhebliche Synergiepotenziale. Insbesondere in der Pharmaindustrie können kleinere Unternehmen ihren Wert erheblich steigern, indem sie mit größeren Organisationen fusionieren, die über die notwendige Produktions- und Vertriebskapazität für den globalen Marktzugang verfügen.

BCG und TUM haben analytische Methoden entwickelt, um die Beziehung zwischen Synergien und Übernahmeprämien zu quantifizieren. Dies hilft Unternehmen bei der Bewertung von Transaktionen, um sicherzustellen, dass die Kaufpreise ausreichend Spielraum für die Wertschöpfung der Aktionäre des Erwerbers lassen.

Originalquelle: bcg.com