BDC-Studie: Höhere ADHD-Prävalenz bei kanadischen Unternehmern
Neue Forschungsergebnisse der Business Development Bank of Canada deuten darauf hin, dass bis zu ein Viertel der kanadischen Unternehmer ADHS-Symptome oder -Diagnosen aufweist, wobei die Raten bei jüngeren Geschäftsinhabern deutlich höher sind.

Eine neue Studie der Business Development Bank of Canada (BDC), veröffentlicht im November 2025, zeigt eine höhere Prävalenz von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) unter kanadischen Unternehmern als bisher angenommen.
Die Umfrage unter 1.463 Unternehmern befragte nach ADHS-Diagnosen und -Symptomen. Die Ergebnisse zeigten, dass 7 % der kanadischen Unternehmer eine professionelle ADHS-Diagnose erhalten hatten. Wenn diejenigen mit ADHS-bedingten Symptomen, aber ohne formelle Diagnose einbezogen wurden, stieg die Zahl erheblich auf fast ein Viertel (24,8 %) aller Befragten.
Die Forschung identifizierte eine bemerkenswerte Altersdiskrepanz. Ganze 44 % der Unternehmer unter 45 Jahren berichteten von ADHS-Symptomen, verglichen mit nur 13 % bei denen über 45 Jahre. BDC vermutet, dass dieser Unterschied möglicherweise niedrigere Diagnoseraten bei älteren Generationen aufgrund geringerer Bekanntheit von ADHS in ihrer Jugend widerspiegelt.
Indigene Unternehmer zeigten eine besonders hohe Prävalenz, wobei 14 % eine formelle ADHS-Diagnose erhalten hatten, und diese Zahl auf 38 % stieg, wenn diejenigen mit Symptomen einbezogen wurden. In der Studie wurden keine signifikanten Geschlechtsunterschiede in der ADHS-Prävalenz festgestellt.