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BDO: Marktentwicklungen und Geldpolitik – August 2026

Der „Risk Insight“-Bericht von BDO AG für August 2026 analysiert globale Markttrends, einschließlich steigender Anleiherenditen und Zentralbankmaßnahmen. Die Publikation beleuchtet kommende Entscheidungen der Federal Reserve und der EZB.

27. September 2026
BDO: Marktentwicklungen und Geldpolitik – August 2026

Die BDO AG, ein Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen, hat im September 2026 ihren monatlichen „Risk Insight“-Bericht veröffentlicht, der die Markt- und geldpolitischen Entwicklungen im August 2026 darlegt. Der Bericht stellt einen deutlichen Anstieg der globalen Anleiherenditen fest. Das US-Finanzministerium hat mit dem Rückkauf eigener langfristiger Anleihen begonnen, und der Vorsitzende der US-Notenbank (Federal Reserve) äußerte sich beim Jackson Hole Symposium restriktiver als zuvor.

Das wichtigste geldpolitische Ereignis im August war die Rede des Fed-Vorsitzenden beim Jackson Hole Economic Policy Symposium. Bedeutende Marktbewegungen wurden auch durch die Intervention des US-Finanzministeriums am Anleihenmarkt sowie durch eine erneute Eskalation der Spannungen zwischen dem Iran und den USA ausgelöst, was die Debatte über inflationssteigernde Energiekosten wiederbelebte.

In der Eurozone stieg die Inflation (HVPI) im August auf 3,3 % von 2,9 % im Juli. Trotz einer leichten Entspannung bei der Kerninflation preisen die Märkte inzwischen eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im September ein. Auch die deutsche Inflation stieg auf 2,9 %. Obwohl der EZB-Rat erst im September tagt, deuten die Markterwartungen auf Zinserhöhungen hin.

In den Vereinigten Staaten zeigte der Verbraucherpreisindex (CPI) für Juli einen leichten Rückgang. Fed-Vorsitzender Kevin Warsh betonte jedoch in Jackson Hole die Notwendigkeit fortgesetzter Anstrengungen zur Inflationsbekämpfung. Aussagen von Gouverneur Barr deuteten auf Unterstützung für entschlossene Zinserhöhungen hin, falls die Inflation nicht nachlässt, was die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September erhöhte.

Die breiteren Märkte sahen sich mit erneuter Besorgnis über Energiekosten aufgrund der Eskalation zwischen Iran und den USA konfrontiert. Die Aktienmärkte zeigten jedoch Widerstandsfähigkeit, und Gold erlebte im Monatsverlauf erhebliche Schwankungen. Europäische Aktien erreichten neue Höchststände, bevor gegen Monatsende eine vorsichtigere Stimmung aufkam. Kryptowährungen verzeichneten ebenfalls eine deutliche Erholung.

Originalquelle: bdo.de