BDZV positioniert sich als Lösungsanbieter für digitale Medienzukunft
Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) arbeitet an neuen digitalen Geschäftsmodellen und fordert eine stärkere politische und wirtschaftliche Unterstützung. Ziel ist es, die Grundlage für unabhängigen Journalismus zu stärken.

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) will die Zukunft des Journalismus aktiv gestalten und präsentieren sich zunehmend als geschlossene Einheit. Die Vorstände Matthias Ditzen-Blanke und Stefan Hilscher betonen, dass die Verlage nicht länger nur auf Marktentwicklungen reagieren, sondern eigeninitiativ Lösungen entwickeln wollen, um die ökonomische Basis für qualitativen Journalismus zu sichern.
Die Verlage investieren verstärkt in digitale Produkte, Datenkompetenz und Nutzerbindung. Hilscher hebt hervor, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre zu einer stärkeren Vernetzung und gemeinsamen strategischen Ausrichtungen geführt haben. Dies äußere sich nach außen als Geschlossenheit.
Ein wichtiges Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Einführung eines neuen, umsatzbasierten Beitragsmodells für die Verbandsmitglieder, das das bisherige auflagenbasierte System ersetzt. Diese schnelle Umstellung zeige die Dynamik des Verbandes, heißt es.
Der BDZV versteht sich nun als "Möglichmacher" und fordert eine klare Positionierung gegenüber Politik und Plattformen. Eine von der Politik geforderte Digitalabgabe wird als wichtiger Schritt zur Stärkung der heimischen Medienunternehmen gesehen. Ziel ist es, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und Investitionen in journalistische Qualität und Innovationen zu ermöglichen, um die demokratische Vielfalt zu sichern.