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Reise

Belgien führt ab 2027 eine Autobahn-Maut ein

Belgien plant die Einführung einer Autobahn-Maut für alle Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen ab Mai 2027. E-Fahrzeuge werden eine geringere Abgabe zahlen.

15. Juli 2026
Belgien führt ab 2027 eine Autobahn-Maut ein

Belgien wird ab Mai 2027 eine Maut für die Nutzung seiner Autobahnen einführen. Diese Regelung betrifft Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen, unabhängig von ihrer Herkunft.

Die Kosten für die Maut werden je nach Fahrzeugtyp gestaffelt sein. Geplant ist, dass Elektrofahrzeuge mit rund 90 Euro pro Jahr am günstigsten wegkommen. Für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor soll die Maut bis zu 125 Euro jährlich betragen. Zusätzlich wird es Kurzzeittarife für Zeiträume von einem Tag bis zu zwei Monaten geben.

Die Einnahmen aus der Maut sollen den drei belgischen Regionen – Flandern, Wallonien und Brüssel – zugutekommen. Der Erwerb der Mautplakette soll sowohl online über eine elektronische Plattform als auch an Tankstellen möglich sein. Die Überwachung der Einhaltung erfolgt durch Kameras, und Verstöße werden mit einem Bußgeld von 70 Euro geahndet.

Unklar ist noch, ob und wie belgische Autofahrer durch eine Reform der Kfz-Steuer entlastet werden. Diese Frage erinnert an Deutschland, wo ein ähnliches Vorhaben 2019 am Widerstand der EU-Kommission scheiterte, da eine Ungleichbehandlung von In- und Ausländern vermutet wurde.

Originalquelle: adac.de