BepiColombo-Sonde nähert sich Merkur nach achtjähriger Reise
Die Mission BepiColombo der Europäischen Weltraumorganisation hat einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zum Merkur erreicht. Die Sonde bereitet sich nach achtjähriger Reise auf den Eintritt in die Umlaufbahn vor.

Die Mission BepiColombo der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) hat diese Woche einen wichtigen Meilenstein erreicht, während sie sich ihrem Ziel Merkur nähert. Nach einer achtjährigen interplanetaren Reise mit Kosten von fast 2 Milliarden US-Dollar befindet sich die robotische Wissenschaftssonde in der Endphase ihrer Reise zum innersten Planeten des Sonnensystems.
Gestartet im Jahr 2018, hat BepiColombo, eine gemeinsame Anstrengung unter der Leitung der ESA mit Beiträgen aus Japan und den Vereinigten Staaten, schrittweise eine engere Umlaufbahn um die Sonne eingenommen. Dies wurde durch eine Kombination aus elektrischem Antrieb und einer Reihe von Vorbeiflügen an Erde, Venus und Merkur erreicht, die die Geschwindigkeit des Raumfahrzeugs präzise angepasst haben.
Bei ihrer nächsten Begegnung mit dem Merkur wird die Geschwindigkeit des Raumfahrzeugs so optimiert sein, dass die Schwerkraft des Planeten die Sonde in eine Umlaufbahn einfängt. Wissenschaftler, die an interplanetaren Missionen beteiligt sind, müssen oft lange auf wissenschaftliche Ergebnisse warten; NASAs New Horizons-Sonde benötigte fast ein Jahrzehnt, um Pluto zu erreichen. Der Eintritt in die Umlaufbahn des Merkurs erfordert jedoch aufgrund der Nähe des Planeten zur Sonne und der erforderlichen Bahnmanöver eine erhebliche Energiemenge.
Der letzte Manöver-Zündungszeitpunkt für den Eintritt in die Umlaufbahn ist für später in diesem Jahr geplant. Danach wird BepiColombo mit seinen wissenschaftlichen Beobachtungen des Merkurs beginnen und dessen einzigartige Umgebung und Geologie untersuchen.