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Berliner Wahlen: Die Linke siegt, aber gerät in die Kritik

Die Partei Die Linke hat die Berliner Landtagswahl gewonnen, sieht sich jedoch landesweiten Medienberichten gegenüber, die ihr Antisemitismus vorwerfen und ihre Regierungsbildung erschweren könnten.

23. September 2026
Berliner Wahlen: Die Linke siegt, aber gerät in die Kritik

Die Partei Die Linke hat die Berliner Landtagswahl gewonnen, muss sich aber gleichzeitig der scharfen Kritik der Hauptstadtmedien stellen. Diese zeichnen überwiegend ein Bild der Partei als antisemitisch, was ihre Möglichkeiten zur Bildung einer Regierungskoalition mit SPD und Grünen beeinträchtigen könnte.

Mehrere Faktoren trugen zum Erfolg der Linken bei: ungebrochene Unterstützung junger Wähler, die Darstellung als Partei der Mieterinteressen und ein intensiver Haustürwahlkampf. Nach Angaben der Partei wurden rund 250.000 Türen während des Wahlkampfes besucht.

Zeitgleich konzentrierten sich Leitmedien darauf, lokalen Verbänden der Linken, insbesondere in Neukölln und Mitte, Antisemitismus vorzuwerfen. Zahlreiche Artikel rückten Äußerungen einzelner Politiker und Gäste der Partei sowie deren Verbindungen zu antizionistischen Positionen in den Fokus und stilisierten diese zu Skandalen hoch.

Ein Beispiel für die Kontroverse war der Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Veranstaltung des Ortsverbands Neukölln. Seine Zeile „Death to the IDF“ wurde breit als antisemitische Mordaufruf interpretiert. Der Rapper selbst erklärte, er habe die Institution der israelischen Armee gemeint und ihr Mittäterschaft bei einem Völkermord vorgeworfen.

Diese Vorwürfe, verbunden mit der Angst vor der Umsetzung des von der Partei geforderten Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co enteignen“, haben das Bild der Linken als Bedrohung für Berlin geprägt. Die mediale Kritik hält auch nach der Wahl an.

Originalquelle: nd-aktuell.de