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Gesundheit

BfR bewertet Risiken von Maca-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat Nahrungsergänzungsmittel aus der Maca-Pflanze (Lepidium meyenii) bewertet. Laut Institut ist die Datenlage zu den Wirkungen der Maca-Wurzel unzureichend.

5. Juni 2026
BfR bewertet Risiken von Maca-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine Risikobewertung für Nahrungsergänzungsmittel vorgenommen, die aus der Maca-Pflanze (Lepidium meyenii) hergestellt werden. Das Institut weist darauf hin, dass die wissenschaftliche Datenlage zu den Wirkungen der Maca-Wurzel unzureichend ist und bestehende Studien Mängel aufweisen.

Laut BfR gibt es Hinweise aus Tierversuchen, dass die Maca-Wurzel Wirkungen auf die Geschlechtsorgane haben oder mit körpereigenen Hormonen interagieren könnte. Obwohl beim Menschen keine unerwünschten Wirkungen berichtet wurden, lässt sich keine sichere tägliche Aufnahmemenge von Maca festlegen.

Die Nahrungsergänzungsmittel werden oft mit Angaben wie "pflanzliches Viagra" oder zur Unterstützung der "hormonellen Balance" beworben. Das BfR stellt fest, dass Studien zur Wirksamkeit von Maca häufig erhebliche Mängel aufweisen und internationalen Richtlinien nicht entsprechen. Zudem können Extrakte, die mit unterschiedlichen Lösungsmitteln gewonnen werden, verschiedene pharmakologische Wirkungen entfalten.

Das Institut rät zur Vorsicht, da die Anwendung dieser Nahrungsergänzungsmittel oft ohne ausreichende Information über potenzielle Risiken erfolgt. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis wird häufig als gering im Verhältnis zum Preis eingeschätzt. Insbesondere Patienten, die langfristig potente Medikamente einnehmen, werden auf das Risiko von Wechselwirkungen mit unzureichend untersuchten Inhaltsstoffen hingewiesen.

Originalquelle: abda.de