Bill Gates' Tochterfirma Phia wegen Betrugs angeklagt
Phia, eine Marke von Bill Gates' jüngster Tochter Phoebe Adele Gates, wird des „Cookie Stuffing“-Betrugs beschuldigt. Anwaltskanzleien deuten an, dass solche Praktiken zu Haftstrafen von bis zu 20 Jahren führen könnten.

Laut einem Bericht von Bloomberg wird Phia, eine von Phoebe Adele Gates, der jüngsten Tochter von Bill Gates, mitgegründete Einzelhandelsmarke, des „Cookie Stuffing“-Betrugs beschuldigt. Diese Praxis, die im Affiliate-Marketing angewendet wird, kann nach Ansicht von Branchenanwälten mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft werden.
Phia fungiert als Preisvergleichs- und Angebotsalarmdienst, der über eine App und eine Browser-Erweiterung zugänglich ist. Das Unternehmen verdient Provisionen über Affiliate-Links. Bloomberg-Tests deuten jedoch darauf hin, dass die Plattform nicht zulässige „Cookie Stuffing“-Methoden verwendet. Dabei werden Tracking-Cookies auf den Browsern der Nutzer platziert, ohne dass diese auf einen Affiliate-Link geklickt haben. Wenn der Nutzer anschließend einen Kauf tätigt, wird die Transaktion fälschlicherweise Phia zugeschrieben, wodurch das Unternehmen eine Provision erhält, die ihm nicht zusteht.
Es wird berichtet, dass Phoebe Gates und Mitgründerin Sophia Kianni diese Praktiken seit mindestens sechs Monaten kannten. Rechtsexperten zufolge könnte dieses Vorgehen nach US-Gesetzen als Bundes-Telekommunikationsbetrug eingestuft werden. Die Anwältin Ariel Givner merkt an, dass ähnliche Vergehen mit Haftstrafen von bis zu 20 Jahren zuzüglich Geldstrafen geahndet werden können.
Phoebe Gates hat zuvor geäußert, dass sie nicht möchte, dass ihr Erfolg auf ihre familiäre Herkunft zurückgeführt wird. Bislang haben weder Bill Gates noch Phoebe Adele Gates die Vorwürfe kommentiert. Phia teilte mit, das Unternehmen habe aus dem Vorfall gelernt und strebe danach, seinen Kunden künftig das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten.