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Technologie

Binance zieht sich aus EWR zurück; Anthropic verlangt Ausweis für KI-Nutzer

Die Kryptobörse Binance stellt ihren Betrieb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zum 1. Juli ein, da keine EU-weit gültige Zulassung erreicht wurde. Gleichzeitig kann der KI-Anbieter Anthropic künftig Ausweise von Nutzern verlangen, um Alter und Identität zu prüfen.

26. Juni 2026
Binance zieht sich aus EWR zurück; Anthropic verlangt Ausweis für KI-Nutzer

Der Markt für Kryptowährungen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) erfährt zum 1. Juli eine deutliche Bereinigung. Branchenexperten zufolge werden über 1200 Anbieter den Markt verlassen, da nur etwa 200 die erforderlichen Lizenzen erhalten haben.

Der prominenteste Abgang ist die weltweit größte Kryptobörse Binance. Das Unternehmen zog seinen Antrag auf eine griechische Lizenz zurück, nachdem die zuständige Behörde eine Ablehnung angedeutet hatte. Trotz der Ankündigung von Binance, Europa nicht vollständig zu verlassen und nach alternativen Wegen zu suchen, dürften Gespräche mit Behörden anderer Länder aufgrund der einheitlichen EU-Vorschriften nicht erfolgreich gewesen sein.

Parallel dazu hat das US-amerikanische KI-Unternehmen Anthropic seine Datenschutzrichtlinien aktualisiert. Diese ermöglichen es dem Unternehmen unter Umständen, das Alter und die Identität von Nutzern seiner KI-Modelle mittels Ausweisdokumenten und Biometrie zu überprüfen. Anthropic gibt an, dass dies nur einen kleinen Teil der Nutzer betreffen und betrügerische Aktivitäten unterbinden soll. Kritiker äußern jedoch Bedenken hinsichtlich des gewählten Dienstleisters für die Identitätsprüfung, Persona Identities, dessen Datenpraktiken Anlass zur Sorge geben und der staatlichen Datenherausgabe unterliegen könnte.

Ein Konkurrent im KI-Bereich, OpenAI, arbeitet mit Broadcom zusammen, um einen neuen Prozessor namens Jalapeño zu entwickeln. Dieser Chip ist für KI-Inferenzaufgaben optimiert, zielt auf geringere Latenzzeiten und Energieverbrauch ab und ist speziell auf die Inferenz-Software von OpenAI zugeschnitten. Er ist nicht für das Training großer Sprachmodelle gedacht.

Originalquelle: heise.de