Bitcoin nähert sich 64.800 US-Dollar nach starkem Rückgang der US-Inflation
Bitcoin stieg am Mittwoch in Richtung 64.800 US-Dollar, nachdem die Inflationsdaten aus den USA unerwartet niedrig ausfielen. Dies führte zu einer deutlichen Reduzierung der Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve.

Der Wert von Bitcoin stieg am Mittwoch in Richtung der Marke von 64.800 US-Dollar und verzeichnete damit die stärkste Einzeltagesperformance seit Wochen. Auslöser für diesen Anstieg waren US-Inflationsdaten, die eine schnellere als erwartete Abkühlung zeigten. Diese milderen Inflationszahlen veranlassten Marktteilnehmer, die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve auf ihrer bevorstehenden geldpolitischen Sitzung aggressiv zu reduzieren.
Laut dem Regierungsbericht fiel die Gesamtinflation im Juni von zuvor 4,2 % auf 3,5 %. Entscheidend war, dass die Kerninflation, die schwankungsanfällige Nahrungsmittel- und Energiepreise ausklammert, von 2,9 % auf 2,6 % zurückging. Analysten stellten fest, dass die Verlangsamung der Kerninflation – unabhängig von sinkenden Energiepreisen – das stärkste Argument gegen eine baldige Zinserhöhung vonseiten der Zentralbank beseitigte. Nach der Veröffentlichung der Daten brach die implizite Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed von 43 % auf nur noch 13 % ein. Dies führte zu einer breiten Marktentwicklung, bei der Kryptowährungen und Aktien Gewinne verzeichneten. Der breitere Markt für digitale Vermögenswerte folgte der Aufwärtsdynamik von Bitcoin mit einem Handelsvolumen von 31 Milliarden US-Dollar innerhalb von 24 Stunden. Bitcoin selbst verzeichnete in den letzten 24 Stunden einen Zuwachs von 3,6 %. Ethereum war unter den wichtigsten Kryptowährungen mit einem Anstieg von 5,3 % an diesem Tag der herausragende Performer. Auch andere bedeutende digitale Vermögenswerte verzeichneten synchronisierte Zuwächse. Die Marktreaktion spiegelt die traditionelle Beziehung zwischen straffenden Zentralbankzyklen und risikoreichen Anlagen wider. Höhere Leitzinsen bestrafen typischerweise Vermögenswerte wie Bitcoin. Umgekehrt schwächen mildere Inflationsdaten den Anreiz der Zentralbank, die Zinsen weiter zu erhöhen, was Kapital potenziell zurück in risikoreichere Anlagen lenken kann. Geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten beeinflussten auch die Rohstoffmärkte, wobei Brent-Rohöl inmitten erhöhter Spannungen zwischen den USA und dem Iran auf über 85 US-Dollar pro Barrel stieg.