Schadsoftware BlackLotus umgeht Windows Secure Boot
Der UEFI-Bootkit BlackLotus kann trotz installierter Sicherheitsupdates die Secure-Boot-Schutzmechanismen von Windows 11 aushebeln.

Wie Ars Technica berichtet, ist die Schadsoftware BlackLotus in der Lage, die Secure-Boot-Kette in vollständig aktualisierten Windows 11-Systemen zu unterlaufen. Da der Bootkit auf UEFI-Ebene operiert, kann er bösartigen Code ausführen, bevor das Betriebssystem geladen wird und Sicherheitsmechanismen aktiv sind.
Obwohl Microsoft seit 2022 mehrere Sicherheitsupdates veröffentlicht hat, um die betroffenen Schwachstellen zu beheben, wurden Infektionen auch in Systemen gemeldet, die über den aktuellen Patch-Stand verfügten. Die Gegenmaßnahmen von Microsoft umfassten die Einführung neuer Zertifikate sowie den Widerruf des Vertrauens in ältere, anfällige Boot-Manager.
Die UEFI-Firmware steuert die Hardware-Initialisierung und die Konfiguration beim Systemstart. Durch den Angriff auf diese frühe Phase können Schadprogramme die Kontrolle übernehmen, noch bevor das Betriebssystem schützend eingreifen kann. Die Vorfälle unterstreichen die Schwierigkeit, den Bootvorgang gegen firmwarebasierte Bedrohungen abzusichern.