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Gesundheit

Bluttest könnte Alzheimer-Risiko bei gesunden Erwachsenen vorhersagen

Ein Bluttest kann vorhersagen, ob scheinbar gesunde ältere Erwachsene in den nächsten fünf bis zehn Jahren wahrscheinlich Alzheimer-Symptome entwickeln. Der Test könnte die Medikamentenentwicklung unterstützen.

15. Juli 2026
Bluttest könnte Alzheimer-Risiko bei gesunden Erwachsenen vorhersagen

Ein neuer Bluttest könnte vorhersagen, ob scheinbar gesunde ältere Erwachsene in den nächsten fünf bis zehn Jahren Symptome der Alzheimer-Krankheit entwickeln. Diese Entwicklung könnte die Medikamentenentwicklung beschleunigen, indem sie hilft, Hochrisikopersonen für Studien zu neuen Behandlungen oder präventiven Strategien zu identifizieren und einzuschreiben.

Die Ergebnisse, veröffentlicht in JAMA und präsentiert auf der Alzheimer's Association International Conference in London, zeigten, dass symptomfreie ältere Erwachsene mit sehr hohen p-tau217-Werten ein 38%iges Risiko für kognitive Beeinträchtigungen innerhalb von fünf Jahren hatten. Dieses Risiko stieg nach zehn Jahren auf 78%.

Der Test misst eine Form des Tau-Proteins, die mit der Ansammlung von Amyloid-Plaques und Tau-Tangles im Gehirn korreliert. Dr. Reisa Sperling vom Mass General Brigham Neuroscience Institute betonte, dass der Test noch nicht für den routinemäßigen Einsatz bei gesunden Personen bestimmt ist. Sie riet dazu, mit dem Test zu warten, bis es behandelbare Optionen gibt, und weiterhin auf einen gesunden Lebensstil zu achten.

Experten, die nicht an der Studie beteiligt waren, lobten die Ergebnisse, mahnten aber zur Vorsicht. Sie wiesen darauf hin, dass langfristige Risikobewertungen weitere Nachverfolgungen erfordern und dass andere Gesundheitsfaktoren, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Vorhersagen beeinflussen könnten. Die Bluttests seien noch nicht präzise genug, um individuelle Prognosen zu leiten, stellten sie fest.

Obwohl Forscher das Potenzial des Tests zur Identifizierung von Personen auf einem Alzheimer-Risikopfad hervorheben, hängt sein Nutzen von der Entwicklung wirksamer Interventionen ab. Derzeit liegt der Schwerpunkt auf der Forschung und der Förderung präventiver Lebensgewohnheiten für die Allgemeinbevölkerung.

Originalquelle: fastcompany.com