Bloomberg: Apples Klage gegen OpenAI enthüllt "Haha" eines Ex-Mitarbeiters als Schlüssel zur Datenpanne
Bloomberg berichtet über Apples Klage gegen OpenAI und hebt hervor, wie eine Nachricht eines ehemaligen Mitarbeiters entscheidend für die Aufdeckung eines Datendiebstahls war.

Apples Klage gegen OpenAI hat neue Details zu einem bedeutenden Datendiebstahl ans Licht gebracht, bei dem der frühere Apple-Ingenieur Chang Liu beschuldigt wird, vertrauliche Unternehmensinformationen entwendet zu haben. Laut einem Bericht von Bloomberg hat Liu, der nach seinem Weggang von Apple zur Hardwareabteilung von OpenAI wechselte, einen Firmen-MacBook mitgenommen, den Kontakt zu einem Apple-Mitarbeiter aufrechterhalten und eine Softwarelücke ausgenutzt, um auch nach Beendigung seines Arbeitsverhältnisses auf interne Apple-Server zuzugreifen.
Liu soll die Entdeckung der Sicherheitslücke mit seiner Kollegin Alyssa Peng in einer Nachricht geteilt haben, in der er lachend feststellte: "haha (LOL), I found I can still access the network storage, it's so funny" (dt. 'haha, ich kann immer noch auf den Netzwerkspeicher zugreifen, das ist so lustig'). Pengs Antwort, "I'm ready" (dt. 'Ich bin bereit'), signalisierte ihre Bereitschaft, Liu beim Beschaffen weiterer sensibler Daten zu helfen. Diese Ereignisse spielen sich vor dem Hintergrund sich verschlechternder Beziehungen zwischen Apple und OpenAI ab, einst Partner, nun Konkurrenten im Markt für KI-Hardware.
Im Mittelpunkt des Streits steht auch Tang Tan, ein prominenter ehemaliger Apple-Manager, der für das Design von Schlüsselprodukten wie dem iPhone und der Apple Watch verantwortlich war. Tans Wechsel zu OpenAI als Leiter der Hardwareentwicklung Ende 2023 hat zu kritischer Prüfung geführt. Obwohl Apple Tan erlaubte, bis Februar 2024 weiterzuarbeiten, um Übergaben abzuschließen, soll er sich hinter den Kulissen mit dem ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive und dem OpenAI-CEO Sam Altman getroffen haben, um ein neues KI-Gerät zu entwickeln, das potenziell das iPhone herausfordern könnte.
Apple behauptet, dass die aufstrebende Hardware-Sparte von OpenAI auf "illegal gestohlenen Geschäftsgeheimnissen" beruht. Das Unternehmen äußert sich besorgt über den massiven Abfluss von über 400 Mitarbeitern von Apple zu OpenAI, insbesondere über den Verlust von Führungskräften in den Bereichen Hardware und Design. Apple gab an, im Februar versucht zu haben, die Angelegenheit privat zu klären, indem man OpenAI über den Diebstahl vertraulicher Informationen informierte, jedoch ohne eine Reaktion erhalten zu haben.