BMW ruft über 150.000 Fahrzeuge wegen Defekten zurück
BMW (China) und Brilliance BMW rufen über 150.000 importierte und in China hergestellte Fahrzeuge wegen möglicher Mängel an Anlassern und Software zurück.

BMW (China) Auto Trade Co., Ltd. und Brilliance BMW Automotive Co., Ltd. haben einen umfassenden Rückruf für über 150.000 importierte und in China hergestellte Fahrzeuge gestartet. Die Rückrufe betreffen potenzielle Mängel im Zusammenhang mit der Anlasserfunktion und der Software des Bremssystems.
Betroffen sind verschiedene Modelle, darunter die 2-, 4-, 5-, 6er-Serie sowie X4, X5, X6, Z4, 7er-Serie und der MINI JCW Countryman. Die Fahrzeuge wurden zwischen 2016 und 2025 hergestellt.
Der größte Rückruf umfasst über 93.000 importierte BMW-Fahrzeuge mit einem potenziellen Mangel am Anlasser. Nach mehrmaligem Starten kann Verschleiß im Anlasser den Start erschweren und in extremen Fällen zu Kurzschlüssen und Überhitzung führen, was eine Brandgefahr darstellt. Das Unternehmen wird einen kostenlosen Austausch des Anlassers anbieten.
Zusätzlich werden rund 57.000 in China hergestellte 5er-Modelle von 2017–2020 und etwa 360 importierte 7er-Modelle von 2016–2018 wegen fehlerhafter Anlasserrelais zurückgerufen. Wassereintritt kann Korrosion und Kurzschlüsse verursachen und somit die Brandgefahr erhöhen. Diese Fahrzeuge erhalten einen verbesserten Anlasser.
Schließlich betrifft ein kleinerer Rückruf etwa 200 Fahrzeuge, bei denen ein Software-Update für die integrierte Bremssteuerung (DSCi) im Rahmen früherer Rückrufe nicht erfolgreich durchgeführt wurde. Dies kann verhindern, dass Warnmeldungen über potenzielle Risiken ausgegeben werden. Das Problem wird durch eine Neuinstallation der Diagnosesoftware des Fahrzeugs und einen möglichen Austausch der DSCi-Komponente behoben.