BMW-Vizepräsidentin fordert Qualitätssicherung in der Autobranche
BMW-Vizepräsidentin Wu Yanyan appelliert an die Automobilindustrie, das Abkürzen von Validierungszyklen und das Sparen bei Tests zu unterbinden. Sie betonte, dass Sicherheit und Qualität nicht kompromittiert werden dürfen.

Shanghai – Wu Yanyan, Vizepräsidentin für Regierungs- und Außenbeziehungen für Greater China im BMW Group, hat die Automobilindustrie aufgefordert, dem Druck zur Verkürzung von Validierungszyklen und zum Sparen bei Teststandards zu widerstehen. Auf dem GNEV2026-Forum in Shanghai betonte sie, dass Sicherheitsgrenzen absolut sein müssen und die Markteinführung unvollständiger Systeme oder unreifer Produkte abzulehnen sei.
Laut Wu Yanyan ist BMW davon überzeugt, dass offene Zusammenarbeit und Freihandel die Grundlage für industrielle Innovation und wirtschaftlichen Wohlstand bilden, nicht Isolation. Die Strategie des Unternehmens in China, „In China, für China, mit China“, beinhaltet die Integration lokaler Forschung und Entwicklung als Schlüsselelement seines Marktansatzes.
Multinationale Automobilhersteller stehen laut Wu Yanyan vor dreifachen Herausforderungen in China. Dazu gehören die Anpassung an den rasanten Wandel in den Bereichen Elektrifizierung, Digitalisierung, Intelligenz und Dekarbonisierung sowie die Erfüllung chinesischer Verbraucherpräferenzen. Weitere Herausforderungen sind die effektive Nutzung chinesischer Innovationen, die Integration in globale technische Systeme und die Balance globaler Lieferketten in einem komplexen geopolitischen Umfeld.
BMW hat zuvor prognostiziert, dass die operative Marge im Automobilgeschäft künftig zwischen 4 % und 6 % liegen wird, verglichen mit 5,3 % im letzten Jahr. China bleibt der größte Einzelmarkt für BMW, und die Verkäufe werden voraussichtlich stabil bleiben. BMW-CEO Oliver Zipse hat bereits gewarnt, dass diejenigen, die das Marktpotenzial Chinas ignorieren, bedeutende globale Wachstums- und Wirtschaftschancen verpassen.