Bombardier schließt Ausstieg aus der kommerziellen Luftfahrt mit A220-Verkauf ab
Bombardier Inc. hat den Verkauf seiner verbleibenden Beteiligung am A220-Programm an Airbus und die Provinz Quebec für rund 600 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Diese Transaktion markiert den vollständigen Ausstieg des Unternehmens aus der kommerziellen Luftfahrt.

Montreal, Kanada – Bombardier Inc. hat sein Engagement im kommerziellen Luftfahrtsektor beendet und seine letzte Beteiligung am A220-Programm verkauft. Die Vereinbarung mit Airbus SE und der Regierung von Quebec sichert Bombardier einen Barmittelzufluss von rund 600 Millionen US-Dollar und eliminiert zukünftige Investitionsverpflichtungen in Höhe von etwa 700 Millionen US-Dollar.
Der Verkauf schließt die strategische Neuausrichtung von Bombardier ab, die das Unternehmen aus der Herstellung von Verkehrsflugzeugen herauslöst, um sich ausschließlich auf seine Geschäftsbereiche für Geschäftsflugzeuge und Schienenfahrzeuge zu konzentrieren. Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, dass seine kommerziellen Luftfahrtaktivitäten eine finanzielle Belastung darstellten, die zu Verlusten und einem erheblichen Kassenabfluss führte.
Bombardier gab zudem seine Finanzergebnisse für das Gesamtjahr 2019 bekannt, die mit den zuvor veröffentlichten vorläufigen Zahlen übereinstimmten. Der konsolidierte Umsatz des Unternehmens erreichte im Jahresverlauf 15,8 Milliarden US-Dollar. Bombardier bestätigte, dass es aktiv strategische Optionen verfolgt, um den Schuldenabbau zu beschleunigen und seine Finanzlage zu stärken.
Für das Jahr 2020 erwartet Bombardier ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum, das voraussichtlich über 15 Milliarden US-Dollar liegen wird. Dieses Wachstum wird voraussichtlich durch erhöhte Auslieferungen seiner Geschäftsreiseflugzeuge vom Typ Global 7500 und einen Hochlauf im Bereich Schienenverkehr vorangetrieben.