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Bauwesen

A565: Bonner Nordbrücke wegen Schäden bis auf Weiteres gesperrt

Die Bonner Rheinbrücke (Nordbrücke) auf der A565 ist wegen festgestellter struktureller Schäden am Tragwerk bis auf Weiteres voll gesperrt. Die Sperrung betrifft hunderttausende Pendler täglich.

11. Juni 2026
A565: Bonner Nordbrücke wegen Schäden bis auf Weiteres gesperrt

Vollsperrung der Bonner Nordbrücke auf der A565

Die Bonner Rheinbrücke, auch bekannt als Nordbrücke der Autobahn A565, ist seit Mittwoch, dem 3. Juni, 15 Uhr, bis auf Weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Autobahn GmbH begründete die Entscheidung mit festgestellten strukturellen Schäden am Tragwerk der Brücke. Die Sicherheit der täglichen Nutzer habe oberste Priorität, so ein Sprecher.

Die Brücke ist eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen für die Region Bonn/Rhein-Sieg und wird täglich von über 100.000 Fahrzeugen genutzt. Die Vollsperrung führt zu erheblichen Verkehrsproblemen, langen Staus und weiten Umwegen. Berichten zufolge verlängerten sich die morgendlichen Pendelzeiten in Richtung Bonn um bis zu 50 Minuten.

Der Chef der Autobahn GmbH, Michael Güntner, betonte, dass die Bonner Nordbrücke derzeit das wichtigste Projekt des Unternehmens sei. Ob die Brücke jemals wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, ist derzeit unklar. Die Brücke aus den 1960er-Jahren weist zahlreiche Mängel und statische Probleme auf. Ein Neubau ist nach früheren Angaben für die 2030er-Jahre geplant.

Um den Verkehr zumindest teilweise zu entzerren, sollen die angrenzenden Anschlussstellen Bonn-Beuel und Bonn-Auerberg für den Verkehr freigegeben werden. Die Brücke selbst bleibt jedoch gesperrt. Dies verkürzt den gesperrten Abschnitt der A565, ermöglicht aber keine Überquerung.

Für den Fernverkehr wurden Umleitungen eingerichtet. Im Süden verbindet die Konrad-Adenauer-Brücke (A562) das linke mit dem rechten Rheinufer. Im Norden muss der Verkehr auf die Rodenkirchener Brücke (A4) im Kölner Süden ausweichen.

Die Stadt Bonn plant zudem ein Maßnahmenpaket, das die Einrichtung von Park-and-Ride-Plätzen, zusätzliche Busverbindungen und kostenfreien öffentlichen Nahverkehr bis Ende Juni vorsieht, um die Verkehrslast zu mindern.

Originalquelle: adac.de